Trump will ABC und NBC die Lizenzen entziehen

US-Präsident Donald Trump fordert, dass die FCC ABC und NBC wegen angeblich unfairer Berichte die Sendelizenzen entzieht. Juristisch hat er dafür keine Grundlage.

Die Behauptung

Donald Trump erklärte am 24. August 2025 auf Truth Social, die Sender ABC und NBC seien „97 % negativ“ gegen ihn eingestellt, handelten wie „ein Arm der Demokraten“ und sollten deshalb ihre „Broadcast-Lizenzen“ verlieren. Außerdem forderte er, Medien müssten für „unfaire Berichterstattung“ zahlen.

Aufgestellt von: Donald Trump

Faktencheck: Richtig

Die Forderung ist wahr, aber haltlos.
Donald Trump hat sie tatsächlich erhoben – doch sie ist juristisch nicht umsetzbar.
ABC und NBC besitzen keine eigenen FCC-Lizenzen, sondern nur ihre lokalen Affiliates.
Das US-Medienrecht verbietet einen Entzug wegen politisch missliebiger Berichterstattung.
Trumps Zahl von „97 % negativ“ ist unbelegt.

Seine Forderung ist real, doch sie bleibt rechtlich unmöglich und dient vor allem der politischen Einschüchterung.

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🕵️ MIMIKAMA-EXKLUSIV-ANALYSE:
Trumps Angriff auf die Pressefreiheit

Am 25. August 2025 schrieb Donald Trump auf Truth Social:

„Despite a very high popularity and, according to many, among the greatest 8 months in Presidential History, ABC & NBC FAKE NEWS, two of the worst and most biased networks in history, give me 97% BAD STORIES. IF THAT IS THE CASE, THEY ARE SIMPLY AN ARM OF THE DEMOCRAT PARTY AND SHOULD, ACCORDING TO MANY, HAVE THEIR LICENSES REVOKED BY THE FCC. I would be totally in favor of that because they are so biased and untruthful, an actual threat to our Democracy!!! MAGA“

Screenshot von Donald Trump auf  Truth Social

Trump will ABC und NBC die Lizenzen entziehen

„Trotz meiner sehr hohen Beliebtheit und – nach Ansicht vieler – der vielleicht besten acht Monate in der Geschichte einer Präsidentschaft, liefern ABC & NBC FAKE NEWS, zwei der schlechtesten und parteiischsten Sender der Geschichte, 97 % NEGATIVE BERICHTE über mich. Wenn das so ist, dann sind sie schlicht ein Arm der Demokratischen Partei und sollten – nach Ansicht vieler – von der FCC ihre Lizenzen entzogen bekommen. Ich wäre völlig dafür, weil sie so voreingenommen und unehrlich sind – eine echte Bedrohung für unsere Demokratie!!! MAGA“


Mimikama-Analyse: Wie Trump rhetorisch arbeitet

Trumps Truth-Social-Post ist ein Musterbeispiel für populistische Medienrhetorik. Jeder Satz erfüllt eine klare Funktion:

Selbstlob und Überhöhung
„Die besten acht Monate der Präsidentschaftsgeschichte“ – eine unbelegte Behauptung, die Größe und Erfolg suggerieren soll.

Unbelegte Zahlen
„97 % schlechte Berichte“ – eine fiktive Statistik, die Objektivität vorgaukelt, aber auf keiner seriösen Analyse basiert.

Delegitimierung
ABC und NBC werden zu „Armen der Demokraten“ erklärt. So wird jede Kritik automatisch als parteipolitisch abgetan.

Forderung nach Strafe
Die Drohung mit Lizenzentzug ist rechtlich unmöglich – aber politisch ein Versuch, Medien einzuschüchtern.

Umkehr der Schuld
Trump stellt kritische Berichte als „Bedrohung der Demokratie“ dar, während er selbst die Pressefreiheit angreift.

Mobilisierung
Das Schlusswort „MAGA“ bindet die Attacke direkt an seine Bewegung: Wer Trump unterstützt, soll auch den Kampf gegen die Medien mittragen.

Fakt ist: Der Post ist kein juristisch ernstzunehmender Vorschlag, sondern eine politische Machtdemonstration. Ziel ist die Einschüchterung von Medien und die Stärkung der eigenen Anhängerschaft durch die Erzählung: „Die Presse ist unser Feind.“


Nur Stunden später reagierten Journalistenverbände und Politiker mit scharfer Kritik: Ein US-Präsident wolle Medien regulieren, weil ihm ihre Berichte nicht gefallen.

Wer sind ABC und NBC?

ABC (American Broadcasting Company)

  • Gegründet 1943, heute Teil der Walt Disney Company.
  • Sitz in New York City.
  • Eines der „Big Three“-US-Fernsehnetzwerke neben CBS und NBC.
  • Flagship-Programme: ABC News, Good Morning America, World News Tonight, dazu große Entertainment-Formate.

NBC (National Broadcasting Company)

  • Gegründet 1926, das älteste große US-TV-Network.
  • Gehört heute zu NBCUniversal, einer Tochter von Comcast.
  • Sitz ebenfalls in New York City.
  • Flagship-Programme: NBC Nightly News, Today Show, Meet the Press.

Wichtiger Punkt:
Beide Networks halten selbst keine FCC-Lizenzen. Lizenzen besitzen nur die lokalen Tochter- und Partnerstationen, die die Programme regional ausstrahlen. ABC und NBC liefern also Inhalte, aber die eigentlichen Sendeplätze gehören Affiliates (oft lokale TV-Sender, die mit den Networks verbunden sind).

Wenn Macht zur Waffe wird: Die Drohung, die Amerika erschüttert

Es ist keine Übung. Es ist keine Schlagzeile aus einer dystopischen Netflix-Serie. Es ist bittere Realität: Donald Trump, US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit, droht zwei der größten Nachrichtensender des Landes – ABC News und NBC News – mit dem Lizenz-Entzug. Warum? Weil sie es wagen, ihn kritisch zu hinterfragen. Weil sie laut Trump „97 % SCHLECHTE GESCHICHTEN“ über ihn bringen.

Wer das für einen Witz hält, sollte sich die Geschichte der letzten Monate anschauen. Schon im Wahlkampf 2024 wetterte Trump gegen Medienhäuser, beschimpfte sie als „Volksfeinde“ und „Fake News“. Doch jetzt, mit der Macht in der Hand und einem loyalen FCC-Chef an seiner Seite, geht er einen Schritt weiter.

Ein Beispiel: Die Associated Press darf nicht mehr mit der Air Force One reisen. Warum? Weil sie es gewagt hat, den Golf von Mexiko nicht in „Golf von Amerika“ umzubenennen. Das ist kein Theater. Das ist autoritäres Machtgehabe. Mitten in einer Demokratie.

Trump nutzt seine Plattform Truth Social, um Hetze zu verbreiten. Er schürt Misstrauen, unterstellt Verschwörungen und ruft quasi offen dazu auf, kritische Stimmen aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Medien, die nicht kuschen, sollen zahlen – am besten mit ihrer Existenz.

Die Masche hinter der Drohung: Kontrolle durch Einschüchterung

Donald Trumps Strategie ist so alt wie gefährlich: Er wiederholt Lügen, bis sie geglaubt werden. Er macht aus der Presse den Feind. Er setzt Institutionen wie die FCC – eigentlich unabhängig – als politische Werkzeuge ein.

Was früher undenkbar war, ist unter Trump Realität: Die Federal Communications Commission, einst eine neutrale Instanz, wurde durch ihn politisch umgefärbt. Mit Brendan Carr als Chef hat Trump einen treuen Parteisoldaten installiert, der bereits öffentlich erklärt hat, dass „Medien für Desinformation zur Verantwortung gezogen werden müssen“. Übersetzt: Wer gegen Trump berichtet, fliegt.

Und das ist kein Einzelfall. Auch CBS und CNN stehen längst auf Trumps Abschussliste. Er nennt sie „Sprachrohre der Demokraten“ und behandelt sie entsprechend. Kritische Berichte über seine Nähe zu Jeffrey Epstein? Sofortiger Ausschluss aus dem Pressetross. Unangenehme Fragen zur Klimapolitik? Kein Interview mehr. Die Message ist klar: Pressefreiheit gibt’s nur für Freunde.

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Trump spricht von „Lizenzgebühren“, die die Sender „für das Privileg“ zahlen sollten, überhaupt senden zu dürfen. Was nach marktwirtschaftlichem Argument klingt, ist in Wahrheit ein Drohgebärde: Wer nicht spurt, zahlt – oder geht unter.

Wer profitiert? Trumps Machtmaschine auf Hochtouren

Die Nutznießer dieser Drohkulisse sitzen nicht nur im Weißen Haus. Trump schafft ein Medienumfeld, in dem nur noch Jubel erlaubt ist. Und das spielt gleich mehreren Gruppen in die Hände:

  1. Ultrakonservative Think Tanks wie die Heritage Foundation oder Turning Point USA feiern Trumps Kurs. Ein Präsident, der „die Medien an die Kette legt“, passt perfekt zur autoritären Fantasie der Rechten.
  2. Rechte Mediennetzwerke wie Newsmax oder OAN profitieren massiv. Ihre Zuschauerzahlen steigen, sobald Trump wieder gegen CNN oder ABC wütet. Sie positionieren sich als „die wahren Nachrichten“ – und kassieren kräftig ab.
  3. Tech-Plattformen wie Truth Social, die von Trumps Rhetorik leben. Jeder Wutausbruch des Präsidenten ist Traffic, Klicks, Geld.

Und natürlich profitiert Trump selbst. Mit der Mär vom „verfolgten Präsidenten“ mobilisiert er seine Basis, sammelt Spenden, schafft Ablenkung von Skandalen – ob Epstein, Korruptionsvorwürfe oder fragwürdige Personalentscheidungen.

Warum uns das in Europa betrifft

Auf den ersten Blick mag Trumps Drohung nur eine amerikanische Innenaffäre sein. Doch die Signalwirkung reicht weit nach Europa. Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten offen fordert, kritische Sender mundtot zu machen, stärkt das auch hierzulande jene Kräfte, die unabhängige Medien am liebsten gleichschalten würden.

Die Rhetorik ist dieselbe: „Fake News“, „Lügenpresse“, „Teil der politischen Elite“. Populistische Parteien in Europa – von Ungarn über Österreich bis Deutschland – greifen solche Narrative dankbar auf. Trumps Attacken liefern ihnen die perfekte Blaupause, um auch bei uns Vertrauen in seriöse Berichterstattung zu untergraben.

Hinzu kommt: Europas Demokratien sind direkt abhängig von verlässlicher US-Berichterstattung – ob bei Konflikten in der Ukraine, im Nahen Osten oder bei globalen Krisen. Wenn die Glaubwürdigkeit amerikanischer Medien systematisch beschädigt wird, schwächt das auch unsere Informationsbasis.

Und schließlich verschärft Trumps Drohung die europäische Debatte über den Schutz der Pressefreiheit. Die EU ringt derzeit mit dem Media Freedom Act darum, journalistische Unabhängigkeit verbindlich abzusichern. Was in den USA wie ein autoritäres Machtspiel wirkt, ist hier eine Mahnung: Pressefreiheit ist nie selbstverständlich – sie muss verteidigt werden.

FAQ: Was bedeutet Trumps Drohung wirklich?

Will Trump wirklich ABC und NBC schließen lassen?

Ja – wenn er könnte, würde er es tun. Die Drohung mit dem Lizenz-Entzug ist ein direkter Angriff auf die Pressefreiheit. Es geht nicht um Kritik, es geht um Kontrolle.

Hat der Präsident überhaupt die Macht dazu?

Offiziell nein. Aber durch die Kontrolle über die FCC kann er Einfluss nehmen. In autoritären Systemen reicht oft schon die Drohung, um Redaktionen gefügig zu machen.

Ist das schon Zensur?

Es ist politische Einschüchterung. Ein Präsident, der Sendern mit der Existenzvernichtung droht, verletzt fundamentale demokratische Prinzipien.

Warum schweigen viele Republikaner?

Weil sie Angst vor Trumps Basis haben. Oder weil sie insgeheim seine Agenda unterstützen. In jedem Fall ist ihr Schweigen brandgefährlich.

Was passiert mit anderen kritischen Medien?

Sie werden zunehmend isoliert, ausgegrenzt, diffamiert. Der Fall der Associated Press ist nur der Anfang. Jeder, der nicht linientreu ist, wird zur Zielscheibe.

Fazit: Es geht nicht um Trump. Es geht um uns alle.

Dieser Angriff auf ABC und NBC ist mehr als ein politisches Manöver. Es ist ein Testballon für die komplette Gleichschaltung der Medienlandschaft. Wer jetzt nicht hinschaut, wird später im Dunkeln stehen. Die Frage ist nicht, ob Trump noch Grenzen kennt. Die Frage ist, ob wir noch welche ziehen.

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