Twitter kennzeichnet mehr Politiker-Accounts

Tom Wannenmacher, 12. Februar 2021
Artikelbild: Shutterstock / Von viewimage
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Verifizierte Konten erhalten Hinweis auf Funktion in Regierung – auch bei staatlichen Medien!

Die US-Mikroblogging-Plattform Twitter will ab nächster Woche mehr Accounts von globalen Politikern kennzeichnen. In einigen Ländern erhalten auch die Konten von Medien, die mit dem Staat verbunden sind, eine bestimmte Identifikation. Diese Maßnahme soll laut Twitter geopolitischen Diskussionen auf der Plattform mehr Kontext geben.

„Verifizierungsprozess anpassen“

Unter anderem in Deutschland, Italien, Kanada und Japan sollen mehr politische Führungspersönlichkeiten und Institutionen auf Twitter Markierungen erhalten. Bei den Accounts der Politiker soll dann deutlich zu lesen sein, welcher Regierung oder Organisation sie angehören und welche Funktion sie dort erfüllen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Twitter-Konten verifiziert sind. Mitglieder von Regierungen, deren Status als solche angefochten wird, erhalten keine Kennzeichnungen.

„Twitter nahm schon zuvor bei Tweets von gewählten Vertretern oder Regierungsbeamten eine Abwägung zwischen einem möglichen Regelverstoß und dem öffentlichen Interesse vor. Bei verifizierten Politikern gibt es einen Katalog dafür, in welchen Fällen Regelverstöße toleriert werden. Der Fall Donald Trump zeigte aber bereits, dass Twitter diese Bewertung laufend überdenkt und anpasst. Bei Postings von politischen Persönlichkeiten wird künftig das Risikos eines Schadens noch mehr abgewogen; zugleich sollte der Verifizierungsprozess angepasst werden“, erklärt Social-Media-Experte Günter Exel gegenüber pressetext.

Trump-Account permanent gesperrt

Der Twitter-Account des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ist laut Twitter permanent gesperrt worden. Wegen der unklaren Regeln für Politiker steht die Plattform momentan stark in der Kritik. Mit den neuen Maßnahmen soll nun mehr Klarheit darüber herrschen, welche Tweets im öffentlichen Interesse stehen und welche nicht.

Quelle: pte
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