Diverse Seiten behaupten, der New Yorker Senator José Peralta sei an den Folgen einer Grippeimpfung gestorben.
Das Wichtigste zu dem Senator und der Grippeimpfung in Kürze:
- US-Senator José Peralta soll 2018 an den Folgen einer Grippeschutzimpfung gestorben sein
- Die Obduktion ergab jedoch, dass er an einer seltenen, akuten Form von Blutkrebs litt
- Er starb an einer Sepsis, Grippeimpfungen können diese jedoch gar nicht auslösen
Bereits im November 2018 verstarb José Peralta im Alter von 47 Jahren. Zuerst wurde eine Herzattacke vermutet, doch zwei Monate später veröffentlichte die Gerichtsmedizin die Ergebnisse der Obduktion: Er starb an akuter myeloischer Leukämie (AML).
Seit mindestens zwei Wochen vor seinem Tod klagte Peralta über Druck hinter den Ohren und Kopfschmerzen, weigerte sich aber, einen Arzt aufzusuchen, so seine Frau Evelyn. Vier Tage vor seinem Tod ließ er sich tatsächlich gegen Grippe impfen.
Diverse Seiten nahmen dies zum Anlass, bereits wenige Tage nach seinem Tod Gerichtsmediziner zu spielen und solche Artikel zu bringen:

Der Senator als Impfbefürworter
Tatsächlich setzte sich José Peralta sehr für die öffentliche Gesundheitsvorsorge ein (das dann aber „militant“ zu nennen, ist schon bitterböse!), so kooperierte er mit einem örtlichen Krankenhaus, damit Menschen in seinem Bezirk kostenlose Grippeschutzimpfungen erhalten können (was in den USA nicht üblich ist).

Peralta selbst nahm auch an dieser Veranstaltung teil und ließ sich dort impfen.
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Die Mutmaßungen um seinen Tod
Fassen wir zusammen:
Peralta klagte seit mindestens zwei Wochen vor seinem Tod über Unwohlsein, vier Tage nach einer Grippeschutzimpfung verstarb er dann.
Als die ersten Seiten seinen Tod in Zusammenhang mit der Impfung brachten, war bereits klar, dass Peralta an einer Sepsis (einem lebensbedrohlichen Zustand, der entsteht, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion eine Verletzung der Gewebe und Organe verursacht) starb.
Die Ursache der Sepsis war noch nicht bekannt, doch es wurde sofort von jenen Seiten der Schluss gezogen, dass diese durch die Impfung verursacht wurde.
Kann eine Grippeimpfung eine Sepsis auslösen?
Da kommen wir zum Denkfehler der Impfgegner:
In den meisten Impfungen werden abgeschwächte Viren verwendet, um das Immunsystem quasi zu „trainieren“. Der Körper kann dadurch leichte Symptome der echten Krankheit bekommen, deren auslösende Viren aber so schwach sind, dass sie vom Immunsystem bekämpft werden können.
Impfgegner gehen also davon aus, dass Peralta durch die Impfung eine Grippe bekam, welche zur Sepsis führte.
Allerdings werden für die Grippeimfung keine abgeschwächten Viren, sondern inaktive Viren verwendet!
Es handelt sich also um Viren, die überhaupt gar nicht infektiös sind, sondern quasi nur noch für das Immunsystem wie Grippeviren aussehen, dem Körper aber nichts anhaben können.
Zwar haben auch Grippeimpfungen Nebenwirkungen wie Rötung der Einstichstelle, Kopfschmezen, Fieber, Übelkeit und Muskelschmerzen, in seltenen Fällen kann es sogar zu allergischen Reaktionen kommen, jedoch keines der Nebenwirkungen, auch keine allergische Reaktion, kann eine Sepsis auslösen!
Die echte Todesursache
Wie bereits oben erwähnt, starb laut Aussagen der Gerichtsmedizin José Peralta an akuter myeloischer Leukämie (AML). Diese Form des Blutkrebses zeichnet sich durch seinen schnellen (akuten) Verlauf aus, die dafür typischen myeloischen Blasten konnten in seinem Körper nachgewiesen werden. Auch die beim Arzt beschriebenen Symptome passen auf die Erkrankung.
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Fazit
Impfgegner wollten mit der ins Blaue geschossenen Vermutung, dass ausgerechnet ein Impfbefürworter an einer Impfung starb, händereibend Klicks erzeugen, scheitern jedoch bereits am Basiswissen über Grippeschutzimpfungen: die darin enthaltenen inaktiven Viren könne gar keine Grippe auslösen, geschweige denn eine Sepsis.
Artikelbild: Sherry Yates Young / Shutterstock.com
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