Vandalismus, insbesondere nach Fußballspielen, ist ein ernstes Problem, das weit über die Grenzen des Stadions hinausgeht. Wenn Fans nach einem verlorenen Spiel ihrem Ärger freien Lauf lassen, entsteht nicht nur erheblicher Sachschaden, sondern auch ein Gefühl der Unsicherheit in der Gemeinschaft. Vandalismus ist niemals zu rechtfertigen, ganz gleich aus welchen Gründen. Hier erfahren Sie, wie Sie aktiv dagegen vorgehen können.

Zivilcourage gegen Vandalismus

Beschädigte Bushaltestellen, aufgeschlitzte Sitze im Zug oder besprühte Hauswände – Vandalismus ist in unserer Umwelt allgegenwärtig. Die Schäden gehen uns alle etwas an, denn sie müssen meist aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden.

  • Schauen Sie nicht weg: Beobachten Sie Ihre Umgebung aufmerksam. Wenn Sie Zeuge von mutwilliger Zerstörung werden, zögern Sie nicht, den Vorfall sofort zu melden.
  • Richtig handeln: Informieren Sie die Polizei oder den Ordnungsdienst im Stadion. In öffentlichen Verkehrsmitteln über den „Fahrerruf“ das Zugpersonal verständigen.
  • Keine Eigeninitiative bei Gewalt: Greifen Sie nicht selbst ein, denn Gewalt gegen Sachen kann schnell zu Gewalt gegen Personen eskalieren, insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist.
  • Tätermerkmale notieren: Prägen Sie sich Tätermerkmale ein und geben Sie der Polizei eine detaillierte Beschreibung.
  • Aktion-Tu-was: Diese Initiative bietet sechs Regeln, die Ihnen helfen, in gefährlichen Situationen richtig zu reagieren.

Vandalismus geht uns alle an

Obwohl es den Begriff „Vandalismus“ im Strafrecht nicht gibt, werden die Taten strafrechtlich verfolgt. Die häufigste Form ist die Sachbeschädigung nach §§ 303-305a StGB. Im Jahr 2023 wurden 556.189 Fälle von Sachbeschädigung registriert, das sind rund 9,36 Prozent aller Straftaten.

Sachbeschädigung: Ein schweres Delikt

  • Rechtswidrige Sachbeschädigung: Die mutwillige Zerstörung oder Beschädigung von Sachen wie Fahrrädern oder Handys wird nach § 303 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
  • Gemeinschädliche Sachbeschädigung: Die Beschädigung öffentlich genutzter Sachen wie Parkbänke oder Zugscheiben wird nach § 304 StGB mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft.
  • Finanzieller Schaden: Jährlich entstehen durch Vandalismus Schäden in Millionenhöhe, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden.
  • Zivilrechtlicher Schadenersatz: Die Täter müssen für den entstandenen Schaden aufkommen, was unter Umständen auch ihre Familien betreffen kann.
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Vorbeugende Maßnahmen: Mit Kindern über Vandalismus reden

Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Vandalismus. Zeigen Sie Ihren Kindern, wie man respektvoll mit dem Eigentum anderer umgeht und sprechen Sie offen über die Folgen von Vandalismus.

  • Vorbildfunktion: Zeigen Sie durch Ihr eigenes Verhalten, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit Eigentum ist.
  • Beratung und Unterstützung: Erziehungsberatungsstellen der Jugendämter und Jugendsachbearbeiter der Polizei bieten kompetente Hilfe und Unterstützung.
  • Beratungsstellen suchen: Nutzen Sie das Internet, um die nächste Polizeidienststelle oder Beratungsstelle in Ihrer Nähe zu finden.

Fragen und Antworten

Was ist Vandalismus und warum ist er ein Problem?
Vandalismus ist die mutwillige Beschädigung oder Zerstörung von Eigentum. Er ist ein Problem, weil er hohe Kosten verursacht und das Sicherheitsgefühl in der Gemeinschaft beeinträchtigt. Außerdem belastet er die öffentlichen und privaten Finanzen, da die Schäden repariert werden müssen.

Wie melde ich Vandalismus?
Melden Sie die mutwillige Beschädigung sofort der Polizei oder dem zuständigen Ordnungsamt. Nutzen Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln den „Fahrerruf“, um das Zugpersonal zu informieren. Dokumentieren Sie den Schaden und beschreiben Sie die Täter so genau wie möglich.

Welche Strafen drohen bei Sachbeschädigung?
Sachbeschädigung wird nach § 303 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Gemeinschädliche Sachbeschädigung nach § 304 StGB kann sogar mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden. Zudem muss der Täter für den entstandenen Schaden finanziell aufkommen.

Wie kann ich Zivilcourage zeigen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen?
Seien Sie aufmerksam und melden Sie verdächtige Aktivitäten sofort. Greifen Sie nicht selbst ein, sondern informieren Sie die Polizei oder das Sicherheitspersonal. Notieren Sie sich Tätermerkmale und geben Sie diese an die Behörden weiter.

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Wie kann ich meine Kinder schützen?
Seien Sie Vorbild und sprechen Sie offen über die Folgen von Vandalismus. Nehmen Sie die Unterstützung von Erziehungsberatungsstellen und Jugendsachbearbeitern der Polizei in Anspruch.

Fazit

Vandalismus ist ein ernstes gesellschaftliches Problem, das hohe Kosten verursacht und das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt. Durch Aufmerksamkeit, Zivilcourage und präventive Gespräche mit Kindern können wir alle dazu beitragen, Vandalismus zu verhindern. Informieren Sie sich und nutzen Sie die zur Verfügung stehenden Mittel, um aktiv gegen Vandalismus vorzugehen.

Quelle: polizei-beratung

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
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