Was steckt hinter den betrügerischen Mails?

Diese gefälschten E-Mails tragen die Überschrift „Mandat für ein Gerichtsverfahren“. Durch den Einsatz von offiziellen Logos und Bildwortmarken wirken diese Schreiben auf den ersten Blick authentisch und vertrauenerweckend. Im Inhalt des Schreibens wird den Empfängern, die nicht namentlich genannt werden, mitgeteilt, dass gegen sie wegen mehrerer Strafverfahren ein Haftbefehl oder ein Gerichtsverfahren eingeleitet worden sei. Es wird mit möglichen Haftstrafen von bis zu 35 Jahren und Geldstrafen bis zu 250.000 Euro gedroht. Die Empfänger erhalten eine Frist von 72 Stunden, um per E-Mail zu antworten, sonst drohe eine Anklage.

Screenshot: Warnung vor betrügerischen E-Mails im Namen der „Bundespolizei“
Screenshot: Warnung vor betrügerischen E-Mails im Namen der „Bundespolizei“

Aber Achtung: Es handelt sich um eine Vorbereitungshandlung zu einem Betrug. Die Mails stammen nicht von der Bundespolizei. Ziel dieser sogenannten Spam-Mails ist es, an persönliche Daten zu gelangen und den Empfänger zu irgendwelchen Zahlungen zu bewegen.

Was sollten Sie tun, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten?

Sollten auch Sie eine solche E-Mail erhalten haben, sollten Sie auf keinen Fall darauf antworten oder gar einen eventuell geforderten Betrag bezahlen. Stattdessen sollten Sie den Vorfall der örtlichen Polizei melden und die E-Mail sofort löschen.

Betrug per E-Mail ist eine weitverbreitete Masche, und es ist wichtig, wachsam zu sein und sich zu schützen. Seien Sie sich bewusst, dass offizielle Stellen niemals per E-Mail Geldforderungen stellen oder mit Haftstrafen drohen würden, ohne vorher telefonisch oder schriftlich Kontakt aufgenommen zu haben. Seien Sie skeptisch und achten Sie auf verdächtige Anzeichen. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Wir von Mimikama sind stets bemüht, unsere Leserinnen und Leser über aktuelle Betrugsmaschen aufzuklären und ihnen zu helfen, sich sicher im digitalen Raum zu bewegen. Bleiben Sie wachsam und lassen Sie sich nicht von Betrügern einschüchtern.

Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen – Pressestelle Gießen

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