Vorsicht vor Betrugsmasche mit Phishing-E-Mails: Betrüger nutzen gefälschte Zoll-Domains, um Gewerbetreibende, insbesondere Autohändler, zu täuschen. Erfahren Sie, wie Sie sich davor schützen können.
Die neue Betrugsmasche im Detail
In den letzten Wochen verzeichnet der Zoll vermehrt Hinweise auf eine dreiste Betrugsmasche, bei der Phishing-E-Mails mit gefälschten Zahlungsaufforderungen im Umlauf sind. Diese E-Mails beziehen sich auf angebliche Käufe über die Plattform Zoll-Auktion und verwenden manipulierte E-Mail-Adressen wie zum Beispiel [email protected]
Die Täter haben es gezielt auf Gewerbetreibende abgesehen, wobei besonders häufig Autohäuser ins Visier genommen werden. Bisher bekannte Phishing-Domains sind www.zoll-bremen.de, www.zoll-giessen.de und www.zoll-iserlohn.de. Der Zoll hat bereits Strafanzeige erstattet und geht aktiv gegen diese Domains vor.
Vorgehen der Betrüger
Die Betrüger wenden verschiedene Methoden an, um ihre Opfer zu täuschen:
- Weiterleitungen und Fälschungen: Einige gefälschte Domains leiten auf die offizielle Website www.zoll-auktion.de weiter, andere verwenden täuschend echt aussehende Kopien der Zoll-Website www.zoll.de/. Diese Nachbildungen enthalten falsche Kontaktdaten wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen.
- Gefälschte Bestätigungen: Wer die in den Phishing-E-Mails angegebenen Telefonnummern anruft, erhält häufig einen Rückruf von angeblichen Mitarbeitern des Hauptzollamts, die dann die Echtheit der Rechnungen bestätigen.
Warnzeichen und Vorsichtsmaßnahmen
Der Zoll rät dringend zur Vorsicht und gibt folgende Hinweise, um Betrug zu vermeiden:
- Offizielle Domains: Die einzige offizielle Website des Zolls ist www.zoll.de. Die einzelnen Hauptzollämter haben keine eigene Website. Überprüfen Sie immer die Adresszeile Ihres Browsers.
- E-Mail-Domains: Der Zoll verwendet ausschließlich die Domains „…@zoll.bund.de“, „…@zoll.de“ und „…@zoll-auktion.de“.
- Kontodaten: Zahlungsaufforderungen, die nicht auf Konten der Deutschen Bundesbank oder auf ausländische Konten lauten, sind gefälscht. Offizielle Überweisungsdaten für Zollauktionen sind ausschließlich über das Benutzerkonto der Plattform abrufbar und werden nicht per E-Mail versendet.
Was tun bei Verdacht?
Wenn Sie eine verdächtige E-Mail oder Rechnung erhalten, sollten Sie sich umgehend mit dem Zoll in Verbindung setzen. Senden Sie verdächtige Dokumente an die Kontaktstelle der Zentralen Auskunftsstelle, um eine Rückmeldung zu erhalten und weitere Schritte abzuklären. Weitere Informationen und Hinweise finden Sie unter www.zoll.de/betrug.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich eine gefälschte Zoll-E-Mail?
Sie können eine gefälschte Zoll-E-Mail an folgenden Merkmalen erkennen:
- Absenderadresse: Prüfen Sie, ob die E-Mail-Adresse tatsächlich von den offiziellen Domains des Zolls stammt.
- Zahlungsaufforderung: Seien Sie misstrauisch, wenn Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten, die nicht über das offizielle Zoll-Auktions-Benutzerkonto abrufbar ist.
- Kontodaten: Zahlungsaufforderungen auf ausländische Konten oder Konten, die nicht bei der Deutschen Bundesbank geführt werden, sind verdächtig.
Was soll ich tun, wenn ich eine verdächtige E-Mail erhalte?
Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten, sollten Sie diese nicht ignorieren. Leiten Sie die E-Mail an die Zentrale Auskunftsstelle des Zolls weiter und warten Sie auf Rückmeldung. Klicken Sie nicht auf verdächtige Links und öffnen Sie keine Anhänge.
Kann der Zoll die Echtheit einer Rechnung bestätigen?
Ja, der Zoll kann bestätigen, ob eine Rechnung echt ist. Senden Sie die verdächtige Rechnung an die Kontaktstelle der Zentralen Auskunftsstelle des Zolls. Sie erhalten eine Rückmeldung über das weitere Vorgehen.
Was tun, wenn ich auf eine Phishing-Mail hereingefallen bin?
Wenn Sie auf eine Phishing-E-Mail hereingefallen sind, sollten Sie sofort handeln. Wenden Sie sich an Ihre Bank, um Zahlungen zu stoppen, und informieren Sie Zoll und Polizei. Ändern Sie außerdem Ihre Passwörter und überwachen Sie Ihre Konten auf verdächtige Aktivitäten.
Wie kann ich mich generell gegen Phishing schützen?
Um sich vor Phishing zu schützen, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
- Seien Sie misstrauisch: Seien Sie vorsichtig bei unerwarteten E-Mails und überprüfen Sie die Absenderadresse.
- Vermeiden Sie Links und Anhänge: Klicken Sie nicht auf Links und öffnen Sie keine Anhänge in verdächtigen E-Mails.
- Sicherheitssoftware verwenden: Installieren Sie eine zuverlässige Sicherheitssoftware und halten Sie diese auf dem neuesten Stand.
Fazit
Der aktuelle Betrugsfall mit gefälschten Zoll-E-Mails zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben und verdächtige Nachrichten genau zu prüfen. Der Zoll geht aktiv gegen die Täter vor, aber jeder Einzelne kann durch Aufmerksamkeit und schnelles Reagieren dazu beitragen, Betrug zu verhindern. Bleiben Sie informiert und schützen Sie sich vor Phishing-Attacken.
Quelle: Generalzolldirektion / Pressestelle
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