Die Versuchung ist groß: Hohe Gewinnversprechen, attraktive Zinsen und verlockende Willkommensprämien locken Anleger vermehrt ins Internet und an das Telefon. Doch Vorsicht ist geboten, denn Betrüger haben ihre Maschen perfektioniert. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) schlägt Alarm, da die Fallzahlen in diesem Bereich drastisch angestiegen sind.

Betrüger tarnen sich als vermeintlich sichere Geldanbieter

Die Zeiten, in denen Anlagebetrüger hinter dubiosen Tradingplattformen verborgen blieben, sind vorbei. Die Gefahr lauert mittlerweile auch bei als sicher geltenden Geldanlagen im Tages- und Festgeldbereich. Doch was versprechen die Täter den arglosen Anlegern?

„Die Geldanlagen werden mit einer fest vereinbarten Laufzeit, einem fest vereinbarten Zins und einer attraktiven Willkommensprämie angepriesen. Diese ist oftmals an die Höhe des Anlagebetrages gekoppelt und erhöht sich laut den Betrügern prozentual um bis zu 50 % des anzulegenden Betrages“, warnt LKA-Pressesprecher David Fritsch. Doch die Realität sieht düster aus: „Weder die versprochenen Zinsen, noch die Willkommensprämie, noch die investierte Summe erhalten die Geschädigten letztlich zurück.“

Selbst vermeintlich sichere Festgeldanlagen sind nicht sicher

Selbst vermeintliche Festgeldanlagen ohne utopische Konditionen sind vor den Betrügern nicht sicher. Diese geben sich als Vermittler angeblicher Partnerbanken aus und präsentieren seriös wirkende Antragsformulare, die täuschend echt aussehen.

Auch junge Anleger sind gefährdet

Nicht nur ältere Bürgerinnen und Bürger sind betroffen, auch junge Anleger fallen auf die Betrugsmaschen herein. Über Social Media werden gerade junge Menschen angesprochen, an schnell wachsenden Vermögen teilzuhaben. Doch wie funktioniert dieser perfide Mechanismus?

„Oftmals erfolgt der Erstkontakt über Messengerdienste, worüber sich zunächst das Vertrauen der Opfer erschlichen wird. Ist das Vertrauen einmal aufgebaut, werden meist erst kleinere Beträge gefordert, mit denen man innerhalb kürzester Zeit einen hohen Gewinn erzielt, was die Geschädigten oft dazu veranlasst, höhere Beträge zu investieren. Erst wenn die Auszahlung der Gewinne gefordert wird, fliegt der Betrug auf“, erklärt Oliver Hoffmann, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität beim LKA BW.

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Tipps vom LKA BW: So schützen Sie sich vor Betrug

Das LKA BW gibt wichtige Tipps, um sich vor Betrug zu schützen:

  • Seien Sie misstrauisch bei Versprechen auf ungewöhnlich hohe Zinsen oder Renditen mit wenig Risiko.
  • Informieren Sie sich genau über die Trading-Plattform, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um das Angebot in Ruhe zu prüfen und zu bewerten.
  • Bedenken Sie das hohe Spekulationsrisiko bei Kryptowährungen.
  • Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Bonusstufen, die Sie durch die Zahlung eines Geldbetrages erreichen, oder bei Geldanlagen, die ins Ausland transferiert werden.
  • Geben Sie keiner fremden Person einen Remote-Zugriff auf Ihr Smartphone oder Ihren Computer.
  • Informieren Sie sich bei der Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest, der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht oder Ihrer Hausbank und lassen Sie die Ihnen vorliegenden Angebote überprüfen.

Fazit: Schutz ist die beste Geldanlage

In einer Zeit, in der finanzielle Versuchungen an jeder Ecke lauern, ist Vorsicht geboten. Das LKA BW warnt eindringlich vor den Betrugsmaschen im Bereich Geldanlagen und appelliert an die Bürger, wachsam zu sein. Trotz der geringen Chancen auf Rückerlangung der Gelder gibt es immer wieder Erfolge in den Ermittlungen. Daher ist es wichtig, Opfer von Betrugsmaschen anzuzeigen und sich nicht von verlockenden Versprechen blenden zu lassen.

Schützen Sie Ihr hart verdientes Geld und informieren Sie sich ausführlich, bevor Sie eine finanzielle Entscheidung treffen. In einer Welt voller finanzieller Verlockungen ist Vorsicht die beste Geldanlage.


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Quelle:

Presseportal

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