Update Juni 2026
Aktuell kursiert der Kettenbrief wieder, allerdings in leicht abgeänderter Form: Die vage Angabe „ab heute“ wird nun als „ab Samstag“ angeführt. – Kein konkretes Datum, keine offizielle Quelle: WhatsApp Datenschutz: Kettenbrief sorgt für Verwirrung
Die Funktion „Erweiterter Chat-Datenschutz“ existiert tatsächlich, die Behauptungen im Kettenbrief sind allerdings nicht korrekt.
Aktuell wird in sozialen Netzwerken und WhatsApp-Gruppen folgender Text als Kettenbrief massenhaft geteilt:
„Zur Info:
Ab heute ist KI auf WhatsApp verfügbar und hat Zugriff auf alle Chats.
Nur Administratoren von Gruppenchats können die Option „Erweiterter Datenschutz“ aktivieren. Andernfalls können KIs Gruppennachrichten öffnen, Telefonnummern sehen und sogar persönliche Informationen von deinem Telefon abrufen – sogar in privaten Chats.
So verhinderst du dies:
1. Öffne den Chat.
2. Tippe oben auf den Namen.
3. Scrolle nach unten und aktiviere die Option „Erweiterter Chat-Datenschutz“.Tu das so schnell wie möglich und teile es mit anderen Gruppen, denen du angehörst – besonders, wenn du Administrator bist.“
Darin wird behauptet, nur Administratoren könnten durch Aktivierung des „Erweiterten Datenschutzes“ verhindern, dass KI-Systeme Gruppen- und Privatnachrichten lesen, Telefonnummern sehen und persönliche Informationen abrufen.
Diese Darstellung ist falsch. Sie basiert auf einer falschen Annahme und wird als Kettenbrief weiterverbreitet. Die zentrale Behauptung – ein angeblicher genereller KI-Zugriff auf alle Chats – entbehrt jeder Grundlage.
Was in den Kettenbriefen steht
Die Nachrichten klingen dramatisch:
- KI-Systeme könnten angeblich Gruppen- und Privatnachrichten lesen
- Telefonnummern und persönliche Daten ließen sich „legal“ abrufen
- Nur Administratoren könnten die Schutzfunktion aktivieren
- Sofortige Aktivierung und Weiterleitung an andere Gruppen wird gefordert
Warum das falsch ist
Es gibt kein neues Gesetz und keine technische Änderung, die KI-Systemen Zugriff auf WhatsApp-Nachrichten ermöglicht. WhatsApp nutzt seit Jahren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – weder Meta noch externe KI-Systeme können einfach so Nachrichten auslesen.
Die Behauptung, dass nur Gruppen-Administratoren den Schutz aktivieren könnten, ist nur für Gruppenchats korrekt. In Einzelchats kann jeder Nutzer den erweiterten Chat-Datenschutz aktivieren.
Die reale Funktion dahinter
Tatsächlich hat WhatsApp den „Erweiterten Chat-Datenschutz“ neu eingeführt. Diese Einstellung erschwert die Weitergabe von Inhalten aus einem Chat:
- Verhindert automatisches Herunterladen von Bildern und Videos
- Blockiert die Verwendung von Chat-Inhalten für KI-Funktionen innerhalb von WhatsApp
- Unterbindet den Export kompletter Chats
Der Schutz ist nicht perfekt – Screenshots und manuelle Weiterleitungen bleiben möglich.
So aktivieren Sie den erweiterten Chat-Datenschutz
Die Einstellung muss pro Chat (Einzel oder Gruppe) aktiviert werden:
- Öffnen Sie den gewünschten Chat.
- Tippen Sie oben auf den Namen der Person oder Gruppe.
- Scrollen Sie nach unten zum Punkt „Erweiterter Chat-Datenschutz“ und aktivieren Sie ihn.
In Gruppen gilt die Einstellung für alle Mitglieder. Falls die Option noch nicht angezeigt wird, hat WhatsApp sie für diesen Chat noch nicht ausgerollt.
Fazit
Die kursierenden WhatsApp-Nachrichten sind Kettenbriefe, die falsche Behauptungen mit einer echten Funktion vermischen. Der erweiterte Chat-Datenschutz ist sinnvoll, aber keine Abwehrmaßnahme gegen einen angeblichen, generellen „KI-Zugriff“. Panik ist nicht nötig – und das massenhafte Weiterleiten solcher Falschmeldungen hilft niemandem.
Hinweis: Wir haben diesen Artikel am 9. Juni 2026 dahingehend, wer den erweiterten Chat-Datenschutz aktivieren kann, korrigiert: In Gruppen sind das Gruppenadmins, in Einzelchats jede Person.
Quellen
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
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