„Willst du meine Freundin sein? Komm doch mit, da vorne Haus..“ Derzeit wird eine Sprachnachricht auf WhatsApp verteilt, in der über eine vermeintliche Entführung berichtet wird.

Darin berichtet eine angeblich unter Schock stehende Mutter von der Fast-Entführung ihrer Tochter durch Syrerinnen in einem Schwimmbad. Ebenso wird über eine neue Masche gemutmaßt und gewarnt, dass neuerdings junge Frauen Kinder ansprechen mit „Willst du meine Freundin sein? Komm doch mit, da vorne Haus..“, woraufhin die Kinder mitgehen.

Zu dieser Sprachnachricht haben nicht nur wir, sondern auch die Polizei eine Menge Anfragen bekommen. Die Polizei kann hierzu aufklären, in einer Statusmeldung auf Facebook lautet es:

“Wir werden derzeit vermehrt zu einem Einsatz im Kombibad Gropiusstadt, vielen auch als Lipschitzbad bekannt, angefragt. Fakt ist: Das von einer jungen Mutter im Rahmen einer WhatsApp-Sprachnachricht geschilderte Erlebnis liefert nach bisherigen Ermittlungen keine Hinweise auf eine Straftat. Wir vom Social Media Team haben heute mit der Mutter gesprochen und sie gefragt, wie sie mit etwas emotionalem Abstand auf das Geschehene blickt.

Die junge Frau sei am Freitag gemeinsam mit ihren 4 Kindern im Bad gewesen. Dabei habe sie natürlich versucht, diese rund um die Uhr im Blick zu haben. Für wenige Augenblicke habe das nicht funktioniert. Auf einmal sei ihre sechsjährige Tochter verschwunden gewesen. Nach kurzer Zeit habe sie diese dann anhand ihres auffälligen Bikinis und in Begleitung zweier jugendlicher Mädchen wiedererkannt.

Überwältigt von ihren Gefühlen nach Momenten der Angst sei sie davon ausgegangen, die beiden Mädchen hätten ihrer Tochter etwas Böses gewollt. In einem kurzen und freundlichen Gespräch hätten diese aber betont, dass man lediglich miteinander habe spielen wollen. Ihre Tochter habe das ihr gegenüber auch so bestätigt, so die Mutter. Sie habe dennoch am selben Abend eindringlich mit ihr darüber gesprochen, dass sie nicht mit fremden Personen mitgehen dürfe.

Ein ungutes Gefühl infolge des erlebten Schrecks und die Gedanken daran, was alles hätte passieren können, waren der Antrieb, unter dem sie das Geschehen kurz danach in einer emotionalen Sprachnachricht in der Klassenchat-Gruppe geschildert habe.
Heute sagte sie uns, dass sie erst danach gemerkt habe, wie missverständlich das aufgefasst und hochgekocht worden sei. Das sei nicht ihre Absicht gewesen, sie habe lediglich alle eindringlich daran erinnern wollen, wie wichtig es sei, die eigenen Kinder im Auge zu haben.”


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