Eine neue Welle von Fake-Abmahnungen erreicht eine Vielzahl von Menschen. Diese weisen auf eine Rechnung bezüglich der Streamingplattform „youjizz. com”.

Als Absender und Geldempfänger wird der Rechtsanwalt Jacob Metzler angegeben. Adressdaten der Kanzlei finden sich in dieser E-Mail nicht, bei der Bankverbindung soll es sich um ein DKB-Konto handeln. Wie bereits die Vorgänger aus der letzten Woche wirkt auch diese E-Mail im ersten Moment erschreckend authentisch.
Als Betreffzeile liest man Aktenzeichen: 18948821891312 | <dein Name>. Der Inhalt dieser E-Mail lautet im barrierefreien Klartext:

Sehr geehrter Herr <dein Name>,

Ich zeigen Ihnen an, dass Ich die Firma Wondo GmbH & Co. KG., Stadthausbrücke 1 – 3, 20355 Hamburg, anwaltlich vertreten. Sie haben das Onlineangebot youjizz.com in Anspruch genommen.
Trotz Fälligkeit haben Sie leider bislang die geschuldete Vergütung in Höhe von
EUR 99,60 zzgl. Mahngebühr, Bankspesen i.H.v. EUR 48,00 nicht bezahlt.
Wir bitten Sie daher, diesen Betrag sowie die bei uns angefallenen gesetzlichen Anwaltsgebühren
in Höhe von EUR 68,40, insgesamt also EUR 216,00 bis zum 25.08.2017 zu überweisen.
Nach Zahlungseingang werden wir die Angelegenheit abschließen und die Akte zur Ablage bringen.
Kontoinhaber: Jacob Metzler
IBAN : DE97120300001056918244
BIC: BYLADEM1001

Betrag: EUR 216,00
Betreff: 18948821891312

Mit freundlichen Grüßen
Jacob Metzler
Rechtsanwalt

Auch diese Mahnung scheitert, wie bereits die Vorgänger, an einer logischen Hürde. Bei der Nutzung der Webseite „youjizz. com” fallen keine Kosten an. Bitte löscht daher die Fakemahnung! Reagiert nicht darauf und zahlt auf gar keinen Fall den geforderten Betrag. Verbraucherzentralen haben zudem bei den ähnlich gelagerten E-Mails zu einer Anzeige geraten: Spätestens dann, wenn man unvorsichtigerweise den Betrag gezahlt habe, sei eine Anzeige sinnvoll, ansonsten könne man durchaus auch mit dem eigenen Löschfinger absprechen, ob man eine Anzeige in Betracht ziehe.

Warnung der betroffenen Kanzlei!

Neben den Empfängern ist natürlich auch die Kanzlei Jacob Metzler betroffen und erleidet durch diesen Spamversand einen Reputationsschaden. Die Kanzlei hat mit den Rechnungen und dem Versand der E-Mails rein gar nichts zu tun! Die Kanzlei Metzler warnt auf ihrer Webseite zudem:

Achtung aktueller Hinweis:

Derzeit versenden Betrüger falsche E-Mails in unserem Namen. Diese E-Mails stammen nicht von uns. Bitte erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Bezahlen sie auf keinen Fall die Forderung. Öffnen Sie auf keinen Fall eventuelle Anhänge an solchen E-Mails, diese enthalten mit großer Wahrscheinlichkeit Viren.

Wir können an dieser Stelle zumindest entwarnen, dass diese Mail keine Schadsoftware (Viren, Trojaner, etc.) enthält.


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