WKO – Phishing-Mails im Namen der Wirtschaftskammer Österreich

Aktuell erhalten Gewerbetreibende gefälschte E-Mails im Namen der WKO – Wirtschaftskammer Österreich mit der Aufforderung, ihre Daten zu aktualisieren oder sich erneut zu identifizieren.

Autor: Claudia Spiess

Bereits im Dezember haben wir vor Phishing-Mails im Namen der WKO gewarnt. Nun kursieren erneut gefälschte E-Mails, in denen sich die Betrüger als Wirtschaftskammer Österreich ausgeben und eine angebliche Aktualisierung der WKO-Datenbank vorgeben. Dazu müsste das angeschriebene Unternehmen die eigenen Daten aktualisieren. Wer das nicht macht, wird dauerhaft als inaktiv markiert, informiert unser Kooperationspartner Watchlist Internet.

Gefälschter Absender

In diesen Mails wird als Absender das „WKO Serviceteam“ oder gar die Mail-Adresse „[email protected]“ angeführt. In den Mails selbst werden die Nutzer aufgefordert, ihre Daten zu aktualisieren bzw. sich erneut zu identifizieren.

Screenshot gefälschtes Mail im Namen der WKO
Screenshot gefälschtes Mail im Namen der WKO

Betreff: Aktualisierung Ihrer Firmendaten
Von: WKO Serviceteam <[email protected]>
Datum: 2. Februar 2023 um 11:32:13 MEZ

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass die WKO Ihre Datenbank aktualisiert und auf den neusten Stand bringt.

Damit Sie auch weiterhin von anderen Unternehmen gefunden werden können und um in unserer Datenbank zu bleiben, bitten wir Sie ihre Daten zu aktualisieren.

Bitte beachten Sie, dass nicht aktualisierte Firmen deaktiviert werden und ab dem 28.02.2023 als dauerhaft inaktiv markiert werden.

Wir wünschen ein erfolgreiches Jahr!
Hochachtungsvoll,
Ihr WKO-Serviceteam

Danach ist ein Button „Jetzt Daten aktualisieren“ eingebunden, der zu einer gefälschten Seite führt.

Was passiert bei Klick auf den Link?

Auf der Seite, die den Titel „Datenprufung“ (sic!) trägt, findet sich ein Formular, in dem man nicht nur Firmennamen und persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer eintragen soll, sondern auch seine Kontonummer bzw. den IBAN.

Screenshot gefälschte Seite
Screenshot gefälschte Seite

Wirtschaftskammer warnt vor Phishing-Mails

Die Wirtschaftskammer warnt auf Facebook und auf der offiziellen Webseite vor diesen betrügerischen Mails. Hier ist auch noch die Aufforderung zu finden, dass man sich bei Betrugsverdacht an die Meldestelle für Cybercrime beim BMI – Bundesministerium für Inneres unter [email protected] wenden soll.

Wie können Sie den Betrug erkennen?

  • E-Mail-Adresse überprüfen: Obwohl „WKO Serviceteam“ als Absenderin angezeigt wird, muss das nicht bedeuten, dass die E-Mail tatsächlich von der Wirtschaftskammer stammt. Überprüfen Sie die dazugehörige E-Mail-Adresse – in unserem Beispiel wird die Mail von der Adresse <[email protected]> verschickt.
  • Inhalt hinterfragen: Macht es Sinn, dass die Wirtschaftskammer Unternehmen deaktiviert, nur weil diese in einem bestimmten Zeitraum keine aktualisierten Firmendaten übermitteln? Ist es üblich, dass Sie in solchen Fällen mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ und nicht mit Ihrem Namen angesprochen werden?
  • Link überprüfen: Unternehmen und Institutionen wie die Wirtschaftskammer fordern in aller Regel nicht mehr dazu auf, einem Link zur Dateneingabe zu folgen, da dies das übliche Vorgehen bei Phishing-Angriffen darstellt. Um auf Nummer sicherzugehen, fahren Sie mit der Maus über den Button oder über den Link (ohne zu klicken) und überprüfen Sie so, ob der Link tatsächlich von der Wirtschaftskammer oder dem jeweiligen Unternehmen stammt.

Quelle:

WKO, Watchlist Internet

Aktuelle Phishing-Warnungen finden Sie HIER
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