Der Übungssatz „Wenn die das Vieh bald einschläfern…“

Entdecke die Hintergründe zu einem umstrittenen Übungssatz aus einem Schulheft, der die Gemüter von Tierfreunden erhitzt. Mimikama klärt auf

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Ein Übungssatz aus einem Schulheft erregt die Gemüter vieler Tierfreunde.

Auf einem Foto sieht man mehrere Sätze, bei denen die Schüler das Prädikat unterstreichen sowie Haupt- und Nebensatz erkennen sollen. Ein Übungssatz davon lautet „Wenn die das Vieh bald einschläfern, wäre ich glücklich“.

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Der Übungssatz
Der Übungssatz

Das Foto ist echt

Es handelt sich um ein Übungsheft der Klippert-Medien aus dem Auer-Verlag. Die entsprechende Seite und die Lösung können hier und hier eingesehen werden.

Der Zusammenhang

Wie man an den Sätzen davor und danach gut erkennen kann, handelt es sich bei den einzelnen Sätzen im Gesamten um die Erzählung eines Kindes aus der Ich-Perspektive.

Das Kind erzählt, dass es Angst vor Hunden habe und von dem Hund des Nachbarn am Gartenzaun angebellt wurde. Der markierte Satz ist ein Wunschgedanke des Kindes.

Aufreger oder nicht?

Daran scheiden sich nun die Geister. Während sich auf Facebook zum größten Teil darüber aufgeregt wird, berichtet die Beitragserstellerin, dass ihr Sohn den Satz kaum wahrgenommen habe.

Der Lehrerin soll jener Satz auch nicht aufgefallen sein, sie würde aber den Verlag anschreiben. In der Zwischenzeit wird auf Facebook über eine „Densibilisierung der Kinder“ geredet, von „schlimmer Sprache“ bis zu „Ein Hund ist unrein und entzürnt das Musel. Also muss er weg“-Vermutungen.

Andere wiederum sehen den Satz eher unaufgeregt und im Zusammenhang mit der Geschichte und einer Sprache, wie sie oft verwendet wird: Die wenigsten Leute, die Hunde nicht mögen, verwenden das Wort „Hund“, sondern reden von Vieh oder Kötern.

Fazit

Der Satz in dem Übungsheft ist echt. Ob dies nun ein Grund ist, sich darüber aufzuregen oder den Satz einfach Satz sein lässt, ist jedem selbst überlassen.

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