Ein altes Sharepic wurde wieder ausgebuddelt und macht erneut die Runde.
Auf einem Sharepic wird behauptet, Integrationsministerin Aydan Özoğuz fordere eine Diskussion über eine Integrationssteuer. In bestimmten Informationsblasen wird sich entsprechend darüber aufgeregt.
Man sollte sich jedoch den ganzen Text auf dem Bild genau anschauen!

„Eine Diskussion zwecks Einführung einer Integrationssteuer ist dringend nötig, wenn wir weiterhin Solidarität zeigen wollen“
So wird dort augenscheinlich Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, live in einem Gespräch auf Phoenix zitiert.
Integrationssteuer?
Tatsächlich schlugen einzelne (!) Politiker 2010/2011 eine solche Steuer vor, so wollten SPD-Politiker jene Steuer von allen Deutschen, die NPD wollte sie nur von den Migranten, die Grünen wollten sie von allen. Daraus geworden ist nichts, die Diskussion darüber verlief schnell im Sande.
Was ist also dran an jenem Zitat?
Dazu müssen wir uns das Bild genauer ansehen. Erinnert ihr euch, wie wir am Anfang andeuteten, dass man den ganzen Text auf dem Bild lesen sollte? Wir machen das jetzt mal für euch und fahren mit der Lupe über das Bild:

„in satira veritas by uwe ostertag“
Auf deutsch: In der Satire liegt die Wahrheit.
Da sollte einem doch schon ein Licht aufgehen, dass da etwas nicht koscher ist. Jedoch wer ist Uwe Ostertag?
Beruf: Internet-Troll
Uwe Ostertag ist kein Unbekannter, sondern brachte vor einigen Jahren viele Sharepics in Umlauf, die allesamt falsche Zitate von Politikern enthielten. So berichteten wir bereits 2015 über das obige Sharepic.
2017 geriet er in die Schlagzeilen, da gegen ihn eine Gefängnisstrafe verhängt wurde, 2018 tauchten dann noch einmal ein paar Sharepics von ihm auf, seitdem ist es still um den selbsternannten Internet-Troll geworden.
Wer mehr über Ostertag und seine Intensionen erfahren möchte, dem sei jenes lesenswerte Interview in der FAZ empfohlen: „Hass im Netz – Ich bin der Troll“.
Fazit:
Bei dem Sharepic über eine Integrationssteuer handelt es sich um eine Zitat-Fälschung mit der einzigen Absicht, für Aufregung zu sorgen.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
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