Auf der ganzen Welt geraten Anti-Corona-Demonstrationen außer Kontrolle. Die zunächst – oft von Querdenkern – organisierten Demos eskalieren und enden mit Gewalt.
Doch woher kommt die erhöhte Gewaltbereitschaft? Und wieso hängt Gewalt mit Verschwörungstheorien zusammen. Ein Interview über Corona-Demos mit Andre Wolf vom Verein Mimikama.
Seit einem Jahr schon können wir beobachten, dass Falschmeldungen und Mythen auf Social Media zur Radikalisierung beitragen. Das begann mit leichten Mythen und Falschmeldungen im letzten Frühjahr und entwickelte sich über den Sommer hinweg zu stärkeren Verschwörungsmythen.
Gewaltbereitschaft auch außerhalb Corona-Demos
Die Bereitschaft eines Angriffes auf ein Feindbild steigt. Das liegt unter anderem daran, dass Mythen dafür sorgen, dass die Feindbilder entmenschlicht werden. Und in dem Moment, wo ich ein Feindbild als Monster anstatt als Mensch dargestellt wird, sinkt die Hürde auf einen Übergriff.
Das ist auch einer der Gründe, warum Regierungen „satanisches Handel“ vorgeworfen wird und immer wieder der Vorwurf laut wird, dass Regierungen Kinder quälen würden. Mit diesen Vorwürfen werden sie schlichtweg entmenschlicht.
Info: In dem Interview geht es um das Eskalationsstufenmodell. Dieses findest du HIER und HIER genau erklärt.
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Videoquelle Puls4
Artikelbild Corona Demo Shutterstock von Jochen Gittel
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