Impf-Unwillige sollen 150 Euro bekommen

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Um die Durchimpfungsrate in Österreich zu beschleunigen und Impf-Unwillige zu motivieren, sollen 100 bis 150 Euro winken.

Mit 100 oder sogar 150 Euro sollen Impf-Unwillige motiviert werden, sich doch zeitnah zu einer Corona-Impfung durchzuringen, wo der Vorschlag von Pamela Rendi-Wagner, Bundesparteivorsitzende der SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreich).

Impfrate steigern

Rendi-Wagner sieht in den aktuellen Corona-Zahlen ein alarmierendes Signal. In einer Pressekonferenz warnte sie vor einer noch stärkeren Zunahme der Corona-Infektionszahlen. 1753 innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand 3.9.2021, 09:30 Uhr) wäre „sieben Mal so hoch wie vor einem Jahr“ gibt sie zu bedenken.

Gleichzeitig kritisierte sie die Untätigkeit der Regierung über den Sommer. Laut Rendi-Wagner sei absehbar gewesen, dass die Fortschritte bei den Impfzahlen stagnieren würden, jedoch „kündigt die Regierung erst jetzt an, einen Plan auszuarbeiten“.

Daher fordert sie nun die österreichische Regierung auf, Maßnahmen zu setzen, um die Impfrate wieder in die Höhe zu treiben. Auch Anreize wären dafür gut geeignet, daher kam die Forderung der SPÖ für den „Impfhunderter“.

Anreiz durch „Impfhunderter“

Rendi-Wagner orientierte sich bei dem Vorschlag ein wenig an Deutschland, wo Studien zeigten, dass mit einem „Motivations-Anreiz“ die Impfquote um 10 bis 20 Prozent erhöht werden konnte. Daher sehe sie 100 bis 150 Euro für bisher Impf-Unwillige als realistischen Anreiz für deren Bereitschaft. Sie merkt allerdings an, dass man da „freilich auch an anderen Schrauben drehen müsste“.

Keine generelle Impfpflicht

Eine generelle Impfpflicht erachtet Rendi-Wagner nur für bestimmte Berufsgruppen als sinnvoll, das sind beispielsweise Angestellte im Gesundheits- und Pflegebereich oder auch in der Pädagogik.

Anstelle einer generellen Impfpflicht hält sie es für wichtiger, mit „Überzeugungsarbeit, Aufklärung, Information“ die Impfraten wieder zu erhöhen.

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Quelle: Kleine Zeitung


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