Schlägerei von Taxifahrern und Ukrainern in Wien: Was vor dem Video geschah

Erfahre die Hintergründe der Schlägerei zwischen Taxifahrern und Ukrainern in Wien. Mimikama klärt auf und bietet wichtige Informationen zu dem Vorfall

→Wie wird Desinformation in Konflikten eingesetzt? Antworten finden Sie im Leitfaden Krieg & Konflikt-Desinformation.
Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Am Mittwoch, dem 25. Mai, wurde die Szene mit einem Handy gefilmt, das Video verbreitete sich rasant in sozialen Medien: In dem 30 Sekunden langen Video sind mehrere Männer bei einer Prügelei auf offener Straße zu sehen. Einer der Männer scheint bewusstlos zu sein und wird an den Füßen zur Seite gezogen, bevor vier Männer in zwei Autos steigen und eilig davonfahren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Auch die Polizei Wien wurde über das Video informiert und ermittelte. Dabei stellte sich heraus, dass sich, bevor das Video gedreht wurde, bereits einiges ereignete.

Verbale Auseinandersetzung und ein Schlagstock

Gemäß der Polizei Wien habe zuvor einer der Taxifahrer, ein 48-jähriger Mann, einen Lenker eines ukrainischen Fahrzeuges aufgefordert, den Taxistandplatz frei zu machen. Nachdem der Lenker vom Platz weggefahren sei, soll es zu einer beleidigenden verbalen Auseinandersetzung zwischen ihm, einem weiteren 49-jährigen Taxilenker und den mutmaßlich ukrainischen Männern gekommen sein.

Der 48-jährige Taxifahrer und sein 49-jähriger Kollege berichteten der Polizei, dass sie im Zuge der Auseinandersetzung von den vier Männern körperlich attackiert wurden, bevor diese dann mit zwei Fahrzeugen flüchteten, was im Video auch zu sehen ist.

Eine unabhängige Zeugenaussage jedoch bringt mehr Licht in die Auseinandersetzung. Demnach soll der 49-jährige Taxifahrer aus seinem Fahrzeug einen Schlagstock genommen, die Beifahrertüre eines der ukrainischen Fahrzeuge geöffnet und versucht haben, den Beifahrer mit diesem zu attackieren. Der Beifahrer soll sich jedoch rechtzeitig gewehrt haben, woraufhin es dann zu den im Netz viralen Szenen gekommen sein soll.

Aufgrund dessen ermittelt die Polizei jetzt gegen alle beteiligten Personen wegen der Beteiligung an einem Raufhandel gemäß § 91 des österreichischen Strafgesetzbuches (Raufhandel = tätliche Teilnahme an einer Schlägerei). Bis jetzt konnten die Identitäten der verdächtigen Taxifahrer und eines 27-jährigen Ukrainers ausgeforscht werden. Zu den weiteren Verdächtigen bestehen Hinweise, die Identitäten sind jedoch noch Gegenstand von Ermittlungen.

Die beiden Taxifahrer wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Ein politisches Motiv für die Schlägerei kann derzeit ausgeschlossen werden.

Quellen: Polizei Wien, Polizei Wien auf Twitter

Auch interessant:

Gemeinsame Stellungnahme der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften DAIG, DGI, DGPI und GfV, des Berufsverbands dagnä sowie des DZIF in Abstimmung mit der STIKO.
Affenpocken: Stellungnahme der Fachgesellschaften in Deutschland


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)