Facebook–Warnung: „es ist wahr?!?“

Achtung: Betrüger im Facebook-Messenger! Mimikama warnt vor gefährlichen Video-Links. Klicken Sie nicht auf diese Nachrichten und schützen Sie Ihre Daten

📖Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.

Seit Jahren kursieren diese Nachrichten, die man über den Facebook-Messenger von Freunden erhält. Eine Video-Vorschau mit kurz gehaltenem Text, der meist „Bist du das in dem Video?“ oder ähnlich lautet. Oft auch mit einem erschrockenen Emoji garniert, sodass man vermuten muss, es wäre ein Video mit eher heiklem Inhalt. In diesem aktuellen Fall lautet die Nachricht: „es ist wahr?!?“

Screenshot im Facebook-Messenger mit der Nachricht:  "es ist wahr?!?"
Screenshot im Facebook-Messenger mit der Nachricht: „es ist wahr?!?“

Nicht klicken und keine Zugangsdaten eingeben

Doch hinter dem Absender stecken nicht unsere Facebook-Freunde, sondern Betrüger, die mit dieser Masche versuchen, Facebook-Konten zu knacken.

Was passieren kann

Wenn einen die Neugier packt, klickt oder tippt man trotzdem darauf. Schließlich scheint der Link ja von einer vertrauenswürdigen Person zu stammen, oder? Die Betrüger haben verschiedene Vorgehensweisen, weswegen Folgendes passieren kann:

  1. INSTALLATION EINER BROWSERERWEITERUNG: Man kommt auf eine Seite mit einem Video, doch man muss angeblich erst ein Plugin für den Browser installieren, um es sehen zu können. Dieses Plugin fängt jedoch die Zugangsdaten für Facebook ab, ein Video gibt es nie zu sehen
  2. GEFÄLSCHTE FACEBOOK-LOGIN-SEITE: Man kommt auf eine nachgebaute Facebook-Seite, auf der man seine Login-Daten eingeben muss, um das Video zu sehen. Natürlich erscheint kein Video, aber die Betrüger haben nun die Login-Daten
  3. VIRUS /TROJANER: Man fängt sich einen Trojaner ein.

„Ich wurde gehackt!“

Gibt man seine Zugangsdaten ein, wird ein Kreislauf gestartet. Die Nachrichten mit dem angeblichen Video wird an die gesamte Freundesliste versendet, und auch hier finden sich eventuell wieder „Opfer“, die auf das Video klicken und ihre Zugangsdaten eintragen. Facebook-Nutzer, die auf die Nachricht aufmerksam gemacht wurden, reagieren oft mit einem Posting, dass deren Facebook-Profil gehackt wurde.

Was du machen solltest, wenn du diese Video-Nachricht im Facebook–Messenger bekommst: Zurückschreiben, dass dein/e Freund/Freundin dringend die Zugangsdaten zum Facebook-Account ändern sollte.

Was du jedoch NICHT machen solltest: Aus lauter Neugier und Angst auf das Bild klicken, welches über den Facebook-Messenger versendet wird. Es gibt dieses beschriebene Video schlichtweg nicht, denn es handelt sich um eine Betrugsfalle! 

Auf Facebook in die Falle getappt?

Solltest du trotz aller Vorsicht Opfer eines Phishingangriffs werden, ist es zunächst wichtig, die Übersicht zu behalten. Ändere in diesem Falle sofort deine Zugangsdaten zu Facebook und melde bei der darauffolgenden Frage alle deine Geräte ab und folge den Anweisungen von Facebook!

1. Ich glaube, mein Facebook-Konto wurde gehackt oder wird von jemandem ohne mein Einverständnis verwendet
2. Ich glaube, das Facebook-Konto meines Freundes/meiner Freundin wurde gehackt.

Was tun, wenn man betroffen ist?

  1. Umgehend das Facebook-Passwort des Facebook-Accounts ändern
  2. Überprüfen, ob die korrekte Mail-Adresse im Facebook-Account hinterlegt ist.
  3. Deine Facebook-Freundesliste über das Missgeschick informieren.
  4. Seinen Rechner nach Schadsoftware durchsuchen.
  5. Ggf. alle schädlichen Browsererweiterungen im Browser entfernen und prüfen, ob noch weitere Erweiterungen/AddOns im Browser vorhanden sind, die man nicht installiert hat, bzw. die man nicht kennt.

Lesen Sie auch
Kein Zugunglück in Berlin. Oder Bochum. Oder Graz! Oder… Sondern Phishing auf Facebook!
Facebook und Instagram: Fake-Gewinnspiele erkennen
So funktioniert der Facebook-Newsfeed Algorithmus


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)