Sextortion: Wenn Erpressung auf sexueller Grundlage zum Erfolg führt

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Das Internet bietet viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen und auszutauschen, aber birgt auch Gefahren. Die zunehmende Verbreitung von „Sextortion“ oder Erpressung auf sexueller Basis ist eine besorgniserregende Entwicklung. Wie leicht man Opfer solcher Machenschaften werden kann und welche Maßnahmen man ergreifen sollte, um sich zu schützen, möchten wir in diesem Artikel anhand einer Geschichte aufzeigen.

Die Begegnung

Angefangen hat alles mit einer Bekanntschaft aus dem Internet. Ein 56-jähriger Mann erhielt in einem sozialen Netzwerk eine Nachricht von einem weiblichen Profil. Nachdem sie sich eine Weile geschrieben hatten, vereinbarten sie, ein Videotelefonat zu führen und sich dabei sexuell zu stimulieren.

Die Erpressung

Der Mann erfüllte seinen Teil der Abmachung. Der oder die Täter beendeten danach das Videotelefonat. Plötzlich kam es zu Drohungen und Erpressungsversuchen. Der Mann wurde aufgefordert, einen Geldbetrag in Höhe von mehreren hundert Euro zu überweisen, da andernfalls das aufgenommene Video an seine Freunde und Familie geschickt werden würde.

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Quelle: YouTube / Polizeiliche Kriminalprävention

Die Nachwirkungen

Der Mann schämte sich und fürchtete die soziale Blamage, gab nach und überwies einen mittleren dreistelligen Betrag. Doch dabei blieb es nicht. Die Täter nutzten die Situation schamlos aus und versuchten weiterhin, von dem Mann Geld zu erpressen.

Verschiedene „Sextortion“-Methoden

Die Masche „Sextortion“ tritt in verschiedenen Varianten auf. Neben den erwähnten direkten Erpressungsversuchen nach Videotelefonaten werden auch computergenerierte E-Mails verschickt. Darin wird das potentielle Opfer zur Überweisung von Geld oder Bitcoins aufgefordert, da angeblich kompromittierende Videos des Opfers beim Konsum von pornografischem Material aufgenommen worden seien.

Schutzmaßnahmen und Prävention

Um sich vor solchen Vorfällen zu schützen, ist es sehr wichtig, dass Sie niemals Nackt- oder Intimaufnahmen per Videonachricht versenden oder Videotelefonate mit Personen führen, die Sie nicht kennen. Gehen Sie keinesfalls auf Geldforderungen ein, wenn Sie mit solchen Erpressungsversuchen konfrontiert werden. In den meisten Fällen werden die Forderungen auch nach einer Überweisung nicht eingestellt. Brechen Sie den Kontakt ab und erstatten Sie Anzeige bei den für Sie zuständigen Strafverfolgungsbehörden.

Fazit

Wie leicht man Opfer von „Sextortion“ werden kann, zeigt die Geschichte des 56-Jährigen. Es ist wichtig, sich der Gefahren bewusst zu sein. Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Fremden im Internet. Lassen Sie sich nicht von Scham oder Angst vor sozialer Blamage leiten, sondern ergreifen Sie sofort Maßnahmen zum Schutz Ihrer Person und zur Aufklärung anderer über diese Betrugsmasche.

Quelle:

YouTube / Polizeiliche Kriminalprävention

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