Ein antisemitisches Flugblatt und der Name Hubert Aiwanger, bayerischer Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler, standen plötzlich im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte.
Ein altes Flugblatt taucht wieder auf
Wir von Mimikama und auch die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am 25. August über ein Flugblatt, das vor mehr als 30 Jahren in Umlauf gebracht worden war.
- Aiwanger, zu jener Zeit Schüler der 11. Klasse, wird beschuldigt, das Flugblatt verfasst zu haben.
- Es wurde behauptet, er habe das antisemitische Pamphlet am Burkhart-Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg verteilt.
- Kopien des Flugblatts wurden angeblich in seiner Schultasche gefunden.
- Aufgrund des Flugblatts musste er vor den schulischen Disziplinarausschuss treten und als Strafe ein Referat verfassen.
Die Stimmen der Vergangenheit
Einige seiner damaligen Mitschüler berichteten von weiteren beunruhigenden Vorwürfen. So soll der Politiker in seiner Jugend mit rechtsextremem Gedankengut geprahlt und vor dem Spiegel Hitler-Reden geübt haben.
Aiwangers Reaktion
Als Reaktion auf die Vorwürfe erklärte der Politiker, er habe das Flugblatt nicht verfasst. Er räumte zwar ein, dass Kopien in seiner Tasche gefunden worden seien, behauptete aber, der wahre Verfasser sei ihm bekannt und werde sich bald zu Wort melden.
Dann trat in einer überraschenden Wendung Aiwangers älterer Bruder Helmut als angeblicher Verfasser des Flugblattes auf. Er übernahm die volle Verantwortung für den Inhalt. Hubert Aiwanger selbst konnte sich nach eigenen Angaben nicht erinnern, warum das Flugblatt in seiner Tasche gewesen sei.
Echo in den Medien
Die Reaktionen auf die Affäre waren gespalten. Während die einen, wie der Journalist Julian Reichelt, Aiwanger in Schutz nahmen und behaupteten, die Vorwürfe seien nicht haltbar, zeichnen die bisherigen Informationen und die Aussagen Aiwangers selbst ein differenzierteres Bild.
Im bayrischen Landtag wurde eine Befragung von Söder und Aiwanger zur Flugblatt-Affäre von CSU und Freie Wähler abgelehnt.
Zusammenfassung und Ausblick
Diese Flugblatt-Affäre zeigt, wie wichtig Medienkompetenz ist, um Wahrheit von Gerüchten unterscheiden zu können.
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