„Mama, Papa, Oma, Opa, wähl für mich!“ Die bayerische Landtagswahl 2023 rückt näher, und die politischen Plakate schießen wie Pilze aus dem Boden. Doch sind sie alle echt? Diese Frage brennt vielen Menschen auf den Nägeln, und wir von Mimikama haben recherchiert!

Das Rätsel um die Grünen Plakate

In den vergangenen Tagen hat eine Reihe von Plakaten der Grünen Bayern die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt. Auf diesen Plakaten sind vier verschiedene Kinder abgebildet, die jeweils einen eindringlichen Appell an ihre Eltern und Großeltern richten: „Mama, bitte wähl für mich! Papa, bitte wähl für mich! Oma, bitte wähl für mich! Opa, bitte wähl für mich!“ Die Botschaft ist klar: Die Zukunft der Kinder steht auf dem Spiel, und sie haben keine Stimme bei der anstehenden Landtagswahl.

„Mama, wähl für mich!“ - Die Rätsel um die bayerischen Wahlplakate gelüftet!
Screenshot der echten Plakate zum Thema „…., bitte wähl für mich“ von den Grünen in Bayern

Das Misstrauen der Internetnutzer

Doch wie so oft im digitalen Zeitalter blieb die Skepsis nicht aus. Viele Nutzer äußerten den Verdacht, dass es sich bei diesen Plakaten um Fälschungen handeln könnte. Es wäre nicht das erste Mal, dass Plakate der Grünen gefälscht wurden, siehe HIER. Das Internet ist schließlich berühmt-berüchtigt für seine Fähigkeit, Realität von Fiktion zu vermischen. Doch was steckt wirklich hinter diesen Plakaten?

Die Antwort der Grünen Bayern zum Thema der „… wähl für mich“-Plakate

Wir von Mimikama haben die Grünen Bayern direkt kontaktiert, um Licht ins Dunkel zu bringen. Die Pressestelle, die uns antwortete, bestätigte die Echtheit der Plakate:

„Die vier Plakate mit grünem Rahmen sind von uns, wir kleben sie im Rahmen der bayerischen Landtagswahl auf Großplakat-Flächen. Es kursieren online bereits gefakte Motive mit weiteren Kindern, diese sind nicht von uns.“

Politik für die Zukunft unserer Kinder

Auf der Webseite der Grünen Bayern finden wir weitere Einblicke in ihre Motivation: „Unsere Kinder sind das Wertvollste, was wir haben. Es ist die Aufgabe von uns Erwachsenen, ihnen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Dafür kämpfen wir GRÜNE seit unserer Gründung vor über 40 Jahren. Denn: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt.“

Was wird die Zukunft für unsere Kinder bringen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Eltern und Großeltern, Tanten und Onkel jeden Tag. Eine bessere Zukunft für unsere Kinder in einer lebenswerten Heimat Bayern liegt uns besonders am Herzen. Deshalb hat das grüne Spitzen-Team Katharina Schulze und Ludwig Hartmann am 28. August in München vier weitere Plakatmotive vorgestellt: Mama, Papa, Oma, Opa – bitte wähl für mich! Denn die Kinder in unserem Land haben keine Stimme bei der Landtagswahl am 8. Oktober – aber sie müssen am längsten mit den Folgen der Entscheidungen leben, die wir heute treffen.“

Grünes Spitzen-Team Katharina Schulze und Ludwig Hartmann

Eine bemerkenswerte Inspiration

Die Idee für diese eindrucksvollen Plakate stammt aus Gesprächen mit älteren Menschen, die sich um die Zukunft ihrer Enkelkinder sorgen. Ludwig Hartmann, Spitzenkandidat der Grünen Bayern, erklärt:

„Die Idee für unsere Großplakate kommt aus den vielen Gesprächen mit älteren Menschen an unseren Infoständen oder Gesprächsformaten, die wir seit Monaten in ganz Bayern durchführen. Sie sorgen sich um die Zukunft ihrer Enkelkinder. Sie haben Angst, in welcher Umwelt sie leben werden müssen. Ich fand das bemerkenswert, dass beispielsweise die älteren Menschen nicht über Politik für sich selbst reden wollten, sondern über Politik für ihre Enkelkinder. Nicht mehr nur, ob beim Gewitter der Keller vollläuft, sondern dass es im Juli so heiß war, dass sie nicht mit ihnen auf den Spielplatz gehen konnten. Und wie das wohl in Zukunft aussehen wird.“

Ludwig Hartmann

Die Wahrheit über die Plakate

Fazit: Die vier in diesem Artikel abgebildeten Plakate sind echt und stammen von den Grünen Bayern. Alle anderen im Netz kursierenden Bilder und Plakate sind Fälschungen. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft unserer Kinder ist ein zentrales Thema in dieser Landtagswahl.

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Quelle: Grüne Bayern

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