Die Behauptung
Laut einem Beitrag auf „Antilluminaten TV“ soll Judith Curry, eine anerkannte Klimawissenschaftlerin, gesagt haben, es gäbe keinen „überwältigenden wissenschaftlichen Konsens“, der die Klimakrise bestätige. Sie soll behauptet haben, die Krise sei „fabriziert“ und stelle keine Bedrohung dar. Ein Bild zeigt Curry bei einer Anhörung mit Aussagen, die ihr angeblich zugeschrieben werden.
Faktencheck: Irreführend
Die Behauptung ist irreführend. Judith Curry hat die Klimakrise weder als „erfunden“ noch „fabriziert“ bezeichnet. Ihre Kritik richtet sich gegen den Umgang mit wissenschaftlichen Unsicherheiten in der Klimaforschung, jedoch leugnet sie den Klimawandel und dessen menschliche Ursachen nicht.
Kurze Faktenübersicht:
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Judith Curry: Eine bekannte Klimawissenschaftlerin mit kritischen Ansichten zu bestimmten Aspekten der Klimaforschung, jedoch keine Leugnerin der Klimakrise.
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Wissenschaftlicher Konsens: Der Klimawandel ist real und durch menschliche Aktivitäten verursacht. Dieser Konsens wird von führenden wissenschaftlichen Institutionen weltweit bestätigt.
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Currys tatsächliche Aussagen: Sie betont wissenschaftliche Unsicherheiten und kritisiert die Dringlichkeit, mit der Maßnahmen oft gefordert werden, leugnet aber nicht den Klimawandel selbst.
Judith Currys Standpunkt zum Klimawandel
Judith Curry ist eine erfahrene Klimawissenschaftlerin, die sich insbesondere mit Klimamodellen und deren Unsicherheiten befasst. Sie steht oft kritisch zum Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und plädiert dafür, wissenschaftliche Unsicherheiten stärker in den Fokus zu rücken. Diese Haltung führte dazu, dass manche sie als „skeptisch“ oder „dissident“ einordnen, jedoch unterscheidet sie sich primär in ihrer Einschätzung der Dringlichkeit und Reichweite möglicher Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Die Faktenlage: Wissenschaftlicher Konsens
Wissenschaftliche Institutionen wie das IPCC, die NASA und die Weltorganisation für Meteorologie bestätigen: Die Erde erwärmt sich, und menschliche Aktivitäten – vor allem die Freisetzung von Treibhausgasen – sind der Hauptgrund. Der Klimawandel führt bereits zu weitreichenden Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Häufigkeit von Extremwetterereignissen.
Was hat Curry tatsächlich gesagt?
In einem Interview im Jahr 2022 stellte Curry infrage, ob die Dringlichkeit vieler Maßnahmen gerechtfertigt sei und warnte vor möglichen Übertreibungen in der Darstellung der Klimakrise. Sie spricht sich jedoch keinesfalls gegen die wissenschaftlich belegte Existenz des Klimawandels oder die Rolle von CO₂-Emissionen aus. Ihre Kritik betrifft vorrangig die Modelle und Szenarien über die langfristigen Folgen sowie die Intensität politischer Maßnahmen.
Eine Verzerrung der Fakten durch „Antilluminaten TV“
Die Plattform „Antilluminaten TV“ deutet Currys Position stark um. Ihre Aussagen werden so dargestellt, als ob sie den gesamten Klimawandel als „fabriziert“ ablehne. Tatsächlich erkennt Curry den Klimawandel an und kritisiert vor allem die oft überzogenen Darstellungen und Schlussfolgerungen über seine künftigen Auswirkungen.
Die Behauptung, Judith Curry habe gesagt, die Klimakrise sei „erfunden“, verzerrt ihre Position. Sie ist eine kritische Stimme in der Klimawissenschaft, aber keine Leugnerin des Klimawandels. Der wissenschaftliche Konsens bleibt unverändert: Der Klimawandel ist real und erfordert dringende Maßnahmen zur Begrenzung seiner Auswirkungen.
Fazit
Die Behauptung ist falsch. Judith Curry hat nie behauptet, die Klimakrise sei erfunden. Ihr Standpunkt wird durch Plattformen wie „Antilluminaten TV“ missverständlich und irreführend dargestellt.
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Quellen:
- Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC): https://www.ipcc.ch
- NASA Climate Change and Global Warming: Climate Change – NASA Science
- Africa Check – „No emergency? Interview with ‘dissident climatologist’ on South African website misleads on climate change“: https://africacheck.org/fact-checks/meta-programme-fact-checks/no-emergency-interview-dissident-climatologist-south-african
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