Die Behauptung
Frank-Walter Steinmeier soll nach der Messerattacke in Aschaffenburg erklärt haben, er reise nach Afghanistan, um mit Afghaninnen und Afghanen über Gastfreundschaft zu sprechen, da dies Anschläge in Deutschland verhindern könne.
Faktencheck: Falsch
Diese Behauptung ist falsch. Der angebliche Post stammt nicht von Bundespräsident Steinmeier, sondern von einem Parodie-Account auf X. Der echte Steinmeier äußerte sich zur Tat ausschließlich über seinen offiziellen Facebook-Account.
Kurze Faktenübersicht:
-
Parodie-Account: Der Fake-Post stammt von einem Satire-Profil auf X und nicht von Steinmeier selbst.
-
Manipulierte Screenshots: In geteilten Bildern ist die Kennzeichnung als Parodie nicht vollständig erkennbar.
-
Echte Reaktion des Bundespräsidenten: Steinmeier drückte auf Facebook sein Mitgefühl für die Opfer aus.
Gefälschter Post nach Messerattacke kursiert auf X
Nach der tödlichen Messerattacke in Aschaffenburg verbreitete sich auf X ein vermeintliches Statement von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In dem angeblichen Beitrag soll er erklärt haben, er reist nach Afghanistan, um mit der Bevölkerung über Gastfreundschaft zu sprechen, da dies Anschläge in Deutschland verhindern könne.
Viele Nutzer hielten den Post für echt und äußerten sich empört. Kommentare wie „Unglaublich… wie krank muss man sein, um so etwas zu tun“ oder „Kein Witz“ zeigen, dass einige den Satire-Account nicht als solchen erkannten.
Satire-Account sorgt für Verwirrung
Der angebliche Post stammt von einem Parodie-Account auf X, der unter dem Namen „Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Parodie)“ auftritt. In den geteilten Screenshots ist jedoch der Zusatz „Parodie“ nicht klar erkennbar.
Bereits in der Vergangenheit sorgte dieser Account mit erfundenen Zitaten für Empörung. So verbreitete er auch Falschinformationen zum Anschlag in Magdeburg, die später gelöscht wurden.
Tatsächlich hat der Bundespräsident keinen offiziellen Account auf X. Der einzige offizielle Social-Media-Account in seinem Umfeld ist der seiner Sprecherin Cerstin Gammelin, der auf der Webseite des Bundespräsidenten verlinkt ist.
Steinmeiers tatsächliche Reaktion auf die Tat
Der Bundespräsident äußerte sich zur Messerattacke ausschließlich auf Facebook. In seinem offiziellen Statement schrieb er:
„Ich denke in diesen Stunden an die Eltern und Familien des in Aschaffenburg getöteten Jungen, des schwer verletzten Mädchens und an die Angehörigen des Mannes, der retten wollte und dem Gewalttäter zum Opfer fiel. Ihr Schmerz ist unvorstellbar!“
Fazit zum Thema gefälschter Steinmeier-Post
Ein Satire-Account auf X verbreitete eine gefälschte Aussage des Bundespräsidenten nach der Tragödie in Aschaffenburg. In manipulierten Screenshots war die Kennzeichnung als Parodie nicht erkennbar, weshalb viele Nutzer den Post für echt hielten. Tatsächlich äußerte sich Steinmeier ausschließlich auf Facebook und sprach dort den Opfern sein Mitgefühl aus.
Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
KI und Fake News im Wahlkampf 2025: So werden Wähler manipuliert
CDU und AfD: Hat Merz die Brandmauer eingerissen?
Ja, diese AfD-Zitate sind echt – und hier sind die Beweise
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
