Die Behauptung
In den sozialen Medien kursierte die Behauptung, Kardinal Christoph Schönborn sei gestorben. Die Falschmeldung stammte von einem Fake-Account, der sich als Apostolischer Administrator der Erzdiözese Wien ausgab.
Falsch
Die Behauptung ist falsch. Die Erzdiözese Wien bestätigte, dass Kardinal Schönborn wohlauf ist. Der vermeintliche Todesfall wurde über einen gefälschten Social-Media-Account verbreitet, der inzwischen gelöscht wurde.
Kurze Faktenübersicht:
– Fake-Account gab angeblichen Tod von Kardinal Schönborn bekannt
– Der Account imitierte den Apostolischen Administrator Josef Grünwidl
– Erzdiözese stellte klar: Schönborn ist gesund und am Leben
– Weder Grünwidl noch Schönborn haben Social-Media-Accounts
– Ähnliche Fake-Meldung kursierte zuvor über Papst Franziskus
Wie kam die Falschmeldung über Schönborns Tod zustande?
Am 25. März 2025 verbreitete ein Nutzer auf der Plattform X (ehemals Twitter) die Nachricht, der Kardinal sei verstorben. Der Nutzer gab sich fälschlich als „Mag. Josef Grünwidl, Apostolischer Administrator der Erzdiözese Wien“ aus. Die Meldung lautete: „Eine traurige Ankündigung. S. E Kardinal Christoph Schönborn, O.P. emeritierte Erzbischof von Wien ist gestorben.“
Was ist wirklich passiert?
Tatsächlich lebt Kardinal Schönborn und ist bei guter Gesundheit. Laut der Erzdiözese Wien hatte er am Tag der Falschmeldung ein Telefonat mit seiner Sekretärin geführt. Dabei berichtete er sogar mit Humor von einer neuen Eissorte namens „Halleluja“, die er kürzlich probiert hatte. Die Erzdiözese betonte, dass der Apostolische Administrator Josef Grünwidl keinerlei Accounts in sozialen Medien führt. Der betreffende Fake-Account wurde inzwischen gelöscht.
Wie wurde die Falschmeldung überprüft und enttarnt?
Die Erzdiözese Wien reagierte schnell auf die kursierende Falschmeldung. In einer offiziellen Mitteilung stellte sie klar, dass sowohl Kardinal Schönborn als auch Administrator Grünwidl wohlauf sind. Zusätzlich bestätigte sie gegenüber Kathpress, dass Grünwidl keine Profile auf X oder anderen Plattformen betreibt. Die Löschung des Fake-Profils erfolgte kurze Zeit später.
Warum ist diese Desinformation so problematisch?
Falschmeldungen über den Tod prominenter Personen verbreiten sich oft rasant und sorgen für große Verunsicherung. Wenn sich Betrüger als kirchliche Würdenträger ausgeben, untergräbt das nicht nur das Vertrauen in offizielle Stellen, sondern gefährdet auch die Glaubwürdigkeit von echten Nachrichten. Der Vorfall zeigt, wie einfach digitale Identitäten gefälscht und Menschen gezielt getäuscht werden können.
Fazit zum Thema
Der angebliche Tod von Kardinal Christoph Schönborn ist eine frei erfundene Geschichte, verbreitet über ein Fake-Profil. Die Erzdiözese Wien reagierte prompt und klärte den Sachverhalt öffentlich auf. Der Fall unterstreicht die wachsende Bedeutung von Medienkompetenz und der Überprüfung von Quellen in sozialen Netzwerken.
Quelle: katholisch.at
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