Gemäß Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace vernichtet Amazon weiterhin Neuwaren.

Amazon betont, dass die Zahl der Produkte, welche vernichtet werden müssten, im Promillebereich liege, doch heimliche Aufnahmen eines Greenpeace-Aktivisten, der mehrere Wochen als Angestellter im Amazon-Logistikzentrum in Winsen arbeitete, zeigen größere Mengen: Alleine an diesem Standort werde jede Woche eine LKW-Ladung nicht verkaufter Waren entsorgt.

Laut „Panorama“ und „Zeit“, welche die Recherchen von Greenpeace anhand eigener Quellen überprüften (siehe HIER), werden an sogenannten „Destroy-Stationen“ mit acht Arbeitsplätzen regelmäßig Neuwaren vernichtet. Die Mitarbeiter sortieren die Waren nach Kriterien der Mülltrennung, mehrmals im Monat werde dann die Ware abgeholt und in einem Entsorgungsunternehmen verbrannt oder zu Putzlappen verarbetiet.

Warum die Waren vernichtet werden

Als Grund für die Vernichtung der neuwertigen Waren werden die Lagerkosten genannt.
Vor allem Waren von Dritthändlern werde vernichtet, wenn diese über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus nicht verkauft werden, da  sonst hohe Langzeitlagergebühren anfallen würden.

In der Amazon-Preisliste für Dritthändler heißt es auch, dass diese Langzeitgebühr nicht berechnet werde, wenn der Händler vorher die Entfernung oder Entsorgung seiner Einheiten anfordere – welches zwar auch eine Gebühr kostet, diese aber günstiger als die Langzeitlagergebühren ist.

Umsetzung eines Gesetzes dauert an

Bereits im Februar 2020 kündigte die Bundesumweltministerin Svenja Schulze an, Unternehmen stärker in die Verantwortung zu nehmen. So gelte zwar ab 2020 eine Obhutspflicht, welche dafür sorgen solle, dass neuwertige Waren nicht einfach im Abfall landen, doch aufgrund fehlender Verordnungen sei dies bisher noch gar nicht umgesetzt worden – obwohl seit mittlerweile 15 Monaten daran gearbeitet wird.

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Artikelbild: Shutterstock / Von Frederic Legrand – COMEO
Quellen: Das Erste – Panorama, t3n, ORF
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Um Käufer und Unternehmen vor Fälschungen von Markenartikeln zu schützen, richtete Amazon eine eigene Abteilung für Fälschungs­delikte ein.


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