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Es ist zum Heulen: AmazonSmile wird eingestellt!

Das Spendenprogramm von Amazon, „AmazonSmile“, wird per Ende Februar eingestellt. Die beteiligten karitativen Organisationen erhalten eine letzte Einmalspende.

Susanne Breuer

AmazonSmile wird eingestellt: Es ist zum Heulen
AmazonSmile wird eingestellt: Es ist zum Heulen

AmazonSmile ist ein Spendenprogramm, bei dem Amazon einen geringen prozentualen Anteil vom Einkaufswert teilnehmender Kunden an wohltätige Organisationen spendet, die ihrerseits vom Kunden ausgewählt wurden. Dieses karitative Projekt wird nun zum 20. Februar eingestellt werden. Die Bekanntmachung kommt sicherlich nicht zufällig zu einem Zeitpunkt, an dem bekannt wird, dass der Konzern weltweit 18.000 Mitarbeiter entlassen und damit die Schrumpfungswelle bei den amerikanischen Techkonzernen fortsetzen wird.

AmazonSmile habe Zweck nicht erfüllt

Die Entscheidung, das Programm zu beenden, begründet Amazon damit, dass damit nicht die Wirkung entfaltet wurde, die man sich erhofft habe. Der Konzern will in Zukunft in Bereichen karitativ tätig sein, wo wichtige Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden könnten. Offenbar hat AmazonSmile dies aus Amazon-Sicht nicht erreicht und das Unternehmen will in Zukunft fokussierter in wohltätige Zwecke investieren. Das Programm, 2016 gestartet, konnte zwar bereits 2018 100 Millionen US-Dollar einsammeln und an wohltätige Einrichtungen weiterleiten. Insgesamt waren aber zum Schluss über eine Million karitativer Organisationen für das Programm qualifiziert.

„Leider hat das Programm nicht die Wirkung entfalten können, auf die wir gehofft hatten.“

Amazon

Amazon leistet zum Abschluss Einmalspende

Für die beteiligten Organisationen wird der Übergang etwas abgefedert. Sie erhalten eine letzte Einmalspende, um sie auf das Ende des Programms vorzubereiten. Diese soll so hoch ausfallen wie der Gesamtspendenwert, den die jeweilige Organisation innerhalb von drei Monaten des vergangenen Jahres eingenommen hat. Auch werden Spenden, die bis zur Einstellung des Dienstes am 23. Februar noch eingehen, an die Organisationen weitergeleitet werden.

Wo wird in Zukunft unterstützt werden?

Amazon hat bereits konkrete Vorstellungen, wie die karitativen Aktivitäten des Konzerns in Zukunft aussehen sollen.

„Wir werden weiterhin unsere Ressourcen und Investitionen in den Bereichen einsetzen, in denen wir wichtige Veränderungen tatsächlich wirkungsvoll umsetzen können — vom Zugang zu Informatikunterricht für Schüler:innen und Studierende bis hin zur Logistikhilfe für Gemeinden, die von Naturkatastrophen betroffen sind.“

Amazon

So nennt eine Pressemitteilung zur Einstellung von AmazonSmile alternative Projekte, die in Zukunft vorangetrieben werden sollen. Das Unternehmen will sich weiterhin für die unmittelbaren Bedürfnisse ukrainischer Flüchtlinge einsetzen. Es sollen in ganz Deutschland und Österreich lokale Organisationen gefördert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Zugang für junge benachteiligte Menschen zum Informatikunterricht sowie weitere schulische Themen. Besonders hervorgehoben wird das eigene Engagement nach der Flutkatastrophe 2021. Dies habe auch den Weg bereitet für zukünftiges Engagement auf der Basis der eigenen Stärken: Bereitstellung von Produkten und Hilfsgütern sowie einer mächtigen Logistik und entsprechenden Netzwerken, um alles dorthin zu bringen, wo es benötigt werde.

Wie geht es für die karitativen Organisationen weiter?

Das Aus von AmazonSmile bedeutet nicht das Ende des Charity Shopping. Das 2012 gegründete Frankfurter Spendenprogramm Gooding.de kann an die Stelle von AmazonSmile treten. So kann jeder weiterhin beim Einkaufen Gutes tun – ganz ohne Mehrkosten. Genau wie AmazonSmile unterstützt auch Gooding gemeinnützige Vereine oder Projekte. Aktuell stehen auf der Charity-Shopping-Plattform über 2.100 namhafte Prämienshops wie OTTO, ebay, Ikea oder die Deutsche Bahn und 15.000 gemeinnützige Organisationen zur Auswahl. Knapp acht Millionen Euro wurden über Gooding.de bereits gespendet. Mehr dazu hier.

Quelle:

Amazon, t-online, Spiegel, Gooding
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