Viele Nutzer mobiler Apps verstehen Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen nicht, die ihnen eigentlich mehr Kontrolle darüber geben sollen, welche Informationen die Programme ausspionieren. Rund 43 Prozent der Handy-Besitzer haben nicht einmal eine Ahnung, was Tracking genau bedeutet. Das zeigt eine Studie der University of Bath, die eine bessere Aufklärung auf User-Seite und eine transparentere Vorgehensweise von Unternehmen fordert, um weitverbreitete Missverständnisse auszuräumen.

Gutes Geld mit Werbeeinnahmen

„Diese Forschungsarbeit bestätigt, dass die meisten Konsumenten sich nicht im Klaren darüber sind, wie ihre digitalen Daten verwendet und weiterverarbeitet werden“, so David Ellis, Professor für Verhaltensforschung und Co-Studienautor. Und das, obwohl heute jeden Tag Millionen Nutzer Infos mit Tech-Firmen teilen. „Während einige dieser Daten für manche Services grundlegend notwendig sind, damit sie korrekt funktionieren können, lässt sich mit anderen ganz einfach gutes Geld durch Werbeeinnahmen verdienen“, erklärt der Wissenschaftler.

Die Menschen hätten mittlerweile zwar verstanden, dass es wichtig ist, PIN-Codes oder eine Gesichtserkennung zu verwenden, um die eigenen Geräte zu schützen. „Es braucht aber noch mehr Aufklärungsarbeit, damit die Menschen ihre Entscheidungen auch gut abwägen können und wissen, welche Daten im digitalen Zeitalter wie genutzt werden“, betont Experte Ellis.

Tracking als größtes Missverständnis

Die größten Missverständnisse gibt es laut der Studie in Bezug auf das App-Tracking. 43 Prozent der Handy-Besitzer wissen nicht, was das genau ist und haben zum Teil völlig falsche Vorstellungen. So glauben viele, dass es notwendig ist, Tracking aktiviert zu lassen, damit Apps noch richtig funktionieren können oder, dass dadurch die User-Experience verbessert werde. Für 24 Prozent bedeutet Tracking das Teilen von Standortinfos und nicht das Verfolgen der Apps und Webseiten, die ein Nutzer verwendet oder besucht.

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Pressetext

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