Phishing und Datenklau-Warnung

ebay-Kleinanzeigen: Warnung vor Betrugsmasche

Betrüger nehmen bei ebay-Kleinanzeigen direkt über die Handynummer Kontakt auf und lotsen ihre Opfer auf eine gefälschte „Sicher Bezahlen“-Website.

Claudia Spiess, 17. Mai 2022

Die hiesige Polizei warnt aktuell vor Betrugsdelikten auf der Online-Verkaufsplattform eBay Kleinanzeigen zum Nachteil von Verkäufer*innen. Eine 22-Jährige aus dem Bereich Brietlingen war in jüngster Vergangenheit bereits Opfer dieser Betrugsmasche, so dass ihr ein Schaden von gut 1.000 Euro entstand ist.

So funktioniert die Masche

Die Betrüger melden sich auf Artikel von Verkäufern auf der Plattform, nicht wie gewohnt über die Kontaktfunktion, sondern direkt über die angegebene Handynummer. Häufig findet eine Kontaktaufnahme auch über WhatsApp statt. Darüber suggerieren die Betrüger, die Ware kaufen zu wollen und schlagen eine Bezahlung über die „Sicher Bezahlen“-Funktion vor.

Hierzu wird ein gefälschter Link durch die Betrüger an die Verkäufer gesendet, sodass sich eine „Bezahlseite“ öffnet, welche der „Sicher bezahlen“-Website täuschend ähnlich sieht. Dort sollen dann Kreditkartendaten eingegeben werden, damit das Geld angeblich direkt auf dem Konto der Verkäufer ankommt.

Allerdings wird durch die Betrüger in der Folge das angegebene Kreditkartenkonto/Bankkonto leergeräumt. Die erwartete Zahlung trifft hingegen nicht ein. Wenn erst einmal Geld vom Konto abgebucht wurde – meist ins Ausland – dann gibt es kaum eine Chance dieses zurückzubekommen.

So schützen Sie sich

  • Geben Sie in Ihrer Anzeige keine Handynummer an, welche für andere Plattformbesucher ersichtlich ist
  • Verkäufer werden von ebay-Kleinanzeigen nie zur Eingabe von Kreditkartendaten und/oder dem Kontostand aufgefordert
  • Die „Sicher bezahlen“-Funktion ausschließlich innerhalb von ebay-Kleinanzeigen nutzen und keine zugesendeten Links öffnen, welche Sie von potenziellen Käufern bekommen
  • Sollten Sie Opfer eines solchen eBay Betruges geworden sein, nehmen Sie Kontakt zu ihrem Kreditinstitut auf und versuchen, die Zahlung zu stoppen. Außerdem sollte die Karte gegebenenfalls gesperrt werden. Wurden Zugangsdaten eingegeben – zum Beispiel zu ebay-Kleinanzeigen – ändern Sie diese unverzüglich. Wenden Sie sich umgehend an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

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Quelle: Presseportal


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