Phishing: Bundesregierung sendet keine SMS zur Schuldenbegleichung

Achtung, Phishing-Falle! Eine vermeintliche SMS der Bundesregierung fordert zur Schuldenbegleichung auf, OnlineBanking-Daten sind in Gefahr!

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Eine SMS, die vermeintlich von der Bundesregierung stammt, fordert zur Begleichung von Schulden auf. Doch Vorsicht, dies ist eine Phishing-Falle!

Eine SMS geht ein, der Inhalt lässt einen kurz zusammenzucken – da fordert die Bundesregierung eine ausstehende Schuld ein. Um den Besuch eines Gerichtsvollziehers zu vermeiden, soll man diese sofort einzahlen, wofür ein Link bereitgestellt wird.
Um folgende SMS geht es:

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen
Screenshot SMS
Screenshot SMS

„[Bundesregierung]: Sie haben noch eine ausstehende Schuld. Zahlen Sie sofort und verhindern Sie Gerichtsvollzieher über: https://lihi1.cc/…“

Die Schritte zur „Bezahlung“ seiner Schulden

Wir haben den Link aufgerufen und sind zu einer Maske gelangt, die von der Bundesregierung zu stammen scheint. Eine Referenznummer wird angeführt, angeblich wurden Mahnungen ignoriert, der fällige Betrag in der Höhe von 7,32 Euro soll direkt überwiesen werden.

Auch muss man den Bedingungen der angeführten Online-Zahlungsplattform der „MediaMedics BV“ zustimmen, man hat allerdings keine Möglichkeit, diese vorher zu lesen.
Wir haben nach dieser Organisation gesucht und herausgefunden, dass es sich um eine Online Payment Plattform mit Sitz in Belgien handelt. Ob die deutsche Bundesregierung Zahlungen über eine belgische Plattform abwickelt, wagen wir zu bezweifeln.

Screenshot gefälschte Seite der Bundesregierung
Screenshot gefälschte Seite der Bundesregierung

Vielleicht denkt sich der eine oder andere „Ohweh, was hab ich da vergessen? Ich bezahl mal lieber diesen kleinen Betrag und brauche nichts zu befürchten“, und wählt seine Bank aus. Bei einem Klick auf „Wählen Sie Ihre Bank“ gelangt man zu folgendem Fenster:

Screenshot Auswahl Banken
Screenshot Auswahl Banken

Vier Bankinstitute stehen zur Auswahl, bei Klick auf die entsprechende Bank wird man zu einer weiteren Seite geleitet. Hier zwei Beispiele dafür.

Doch Achtung! Gibt man hier seine Daten ein, besteht die Gefahr, dass diese abgegriffen werden. Denn bei unserer Recherche zeigte sich beim Aufruf des Links aus der SMS auch folgende Warnung:

Screenshot Phishing-Warnung
Screenshot Phishing-Warnung

Achtung, Phishing!

Die SMS wird nicht von der Bundesregierung versendet, die Nummer des Absenders beginnt mit +32 und stammt somit aus Belgien.

Zur Bezahlung seiner angeblichen Schulden werden vier Banken als Möglichkeit angeführt. Die Betrüger versuchen so, an die OnlineBanking Zugangsdaten zu gelangen. Um mehr Daten abgreifen zu können, werden verschiedene Banken angeführt.

Die Bundesregierung versendet bestimmt keine SMS von einer belgischen Rufnummer und wickelt Schuldbegleichungen auch ganz sicher nicht über eine belgische und hierzulande eher unbekannte Zahlungsplattform ab.

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