Du brauchst vorübergehend ein Auto? Dann könnte Carsharing die Lösung für dich sein! Doch worauf muss man achten, und was muss man im Falle eines vermeintlichen Schadens tun?

In der Beratung haben die Expertinnen und Experten der Verbraucherzentrale Berlin immer wieder mit Fällen zu tun, bei denen Carsharing-Anbieter unverhältnismäßig hohe Schadensersatzforderungen für vermeintlich verursachte Schäden am Fahrzeug stellen. Glücklicherweise gilt: Ohne Nachweis keine Zahlungspflicht.

Höhe des verursachten Schadens von Sachverständigem prüfen lassen

Sollten Verbraucher den angezeigten Schaden tatsächlich verursacht haben, müssen sie natürlich einen gewissen Schadensersatz zahlen. Hierbei zu beachten ist jedoch die Höhe des Schadens. Vermieter berechnen diese gerne anhand einer Reparaturkalkulation. Sollte der Schaden, wie zum Beispiel ein kleiner Kratzer, nicht von dem Unternehmen behoben werden, müssen Verbraucher auch keine Reparaturkosten dafür zahlen, sondern lediglich den Wert, um den das Fahrzeug nun gemindert ist. Dieser ist durch einen Sachverständigen zu ermitteln und meist wesentlich geringer als die Reparaturkalkulation.

Ohne Schadensverursachung kein Schadensersatz

Sind Verbraucher jedoch sicher, keinesfalls einen Schaden verursacht zu haben, müssen sie auch keinen Schadensersatz leisten, selbst wenn der Nachmieter einen Schaden meldet. Die Beweislast liegt nämlich beim Unternehmen. Auch wenn dies meist behauptet wird, ist das Nicht-Anzeigen des Schadens vor Fahrtantritt kein Beweis dafür, dass der Mieter den Schaden verursacht hat. Es ist schließlich anzunehmen, dass der Schaden durch einen Vormieter oder von einem Dritten während der Nichtnutzung verursacht wurde.

Prüfung auf Schäden vor Fahrtantritt ratsam

Die Geschäftsbedingungen der Anbieter schreiben es in der Regel vor, dass sich Mieter vor Fahrtantritt vergewissern müssen, inwieweit das Auto Schäden aufweist. „Wer beispielsweise einen Lackschaden findet, sollte diesen dokumentieren und dem Unternehmen vor dem Losfahren melden. Damit werden Unannehmlichkeiten schon im Vorfeld vermieden. Generell ist es ratsam, Fotos vor dem Fahrtantritt zu machen“, so Josephine Frindte, Rechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Berlin.

[mk_ad]

Quelle: Verbraucherzentrale Berlin
Auch interessant:


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)