Nein, dieser Corona-Tote ist keine Erfindung der Medien

Faktenchecks und Aufklärung zu Falschmeldungen rund um Corona: Mimikama liefert verlässliche Informationen und stärkt das Bewusstsein für Wahrheit im Netz

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In Oberösterreich verstarb Anfang November ein junger Mensch, der Corona hatte. Die Zeitung hat sich den Toten nicht ausgedacht.

Seit einigen Tagen kursiert das Sharepic eines Facebook-Statusbeitrags, dessen Kommentar darunter vermittelt, ein 38-jähriger Verstorbener habe kein Corona gehabt.

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Es geht dabei um folgendes Bild:

Screenshot des angefragten Themas
Screenshot des angefragten Themas

Das war ein Bekannter von mir ihr Falschmelder und der hatte kein Corona!

Der Faktencheck

Der Sachverhalt wird bereits in Facebook als überprüft markiert. Wie die Faktenchecker von AFP schreiben, haben die Medien den Corona-Toten nicht erfunden. Der verstorbene Mann hatte tatsächlich Corona.

Der Artikel wurde am 4. November in der „Heute“-Zeitung publiziert und berichtet über einen Anstieg von Neuinfizierten und über neun Todesfälle in Oberösterreich – darunter auch der Fall des 38-jährigen Mannes.

AFP kontaktierte den Kommentator, der behauptet, es handle sich um seinen Bekannten, der kein Corona gehabt habe. Eine Antwort steht bis zum jetzigen Zeitpunkt aus. Auch Fragen anderer Kommentatoren an den Kommentar-Ersteller auf Facebook bleiben unbeantwortet.

Eine Recherche belegt, dass im österreichischen Bundesland Oberösterreich ein 38-jähriger Mann aus dem Bezirk Linz-Land als aktueller Todesfall angeführt wird. Dies wird in der Liste auf der offiziellen Webseite des Bundeslands publiziert. Das behandelnde Spital war nach Angaben des Landes das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz.

Auf Nachfrage von AFP bestätigt eine Sprecherin des Krankenhaus am 9. November den Todesfall. Ein Corona-Test sei nach Angaben der Sprecherin positiv ausgefallen. Auch einer der behandelnden Ärzte des Mannes in der Inneren Medizin des Krankenhauses hält eine andere Todesursache als die Corona-Infektion des Patienten für ausgeschlossen. Gegenüber AFP erklärt er, dass „es schlicht keinen anderen Grund gäbe“.

Weiters führt er aus, dass es manchmal auch bei scheinbar gesunden Menschen zu schweren Verläufen kommen könne. So wüssten auch vor allem junge Menschen oft nicht so genau über Grunderkrankungen wie etwa Bluthochdruck Bescheid. Diese Erkrankungen können das Risiko eines schweren Verlaufes erhöhen.

Auch wenn junge Menschen dem Robert-Koch-Institut zufolge generell weniger gefährdet sind als beispielsweise ältere Personen oder Menschen mit Immunschwäche, könne ein schwerer Verlauf auch bei Jüngeren nicht ganz ausgeschlossen werden.

Fazit:

Bei dem Kommentar des Facebook-Nutzers handelt es sich um Falschinformation. Es gibt tatsächlich den Fall eines 38-Jährigen in Oberösterreich, der Corona hatte und Anfang November verstarb.

Zudem ist es durchaus möglich, dass auch junge Menschen einen schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung erleiden und in unglücklichen Fällen sogar daran sterben.

Die Zeitung hat sich den Toten nicht ausgedacht.

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