Erst am letzten Dienstag (03.10.2017) haben wir uns beim APA-IT-BusinessBreakfast in Wien auf dem Podium unter anderem über Social Bots unterhalten.

Social Bots sind automatisierte Meinungsroboter in sozialen Netzwerken, die zu digitalen Propagandazwecken missbraucht werden können. Sie liken Tweets, antworten und pushen damit ein Thema, so wird suggeriert, dass es eine breite Bevölkerungsschicht interessiere. Sie kreieren ein kollektives Meinungsklima. Kurzum: dabei kam erneut herum, dass der Boteffekt, also wie stark wir durch Bots beeinflusst werden, zum einen kaum messbar ist, zum anderen gar nicht so groß sein dürfte [Anmerkung: stark gekürzt]. Darum soll es jetzt auch gar nicht gehen.
Social Bots bekommt man meist auf dem Schwarzmarkt und die Dinger werden auf Anfrage angefertigt und individualisiert abgestimmt. Die wenigsten Käufer kennen sich mit der Technik aus, es wird also alles schön einfach gehalten und der Code gut verschlüsselt, damit Konkurrenten den nicht klauen und billiger weiterverkaufen. Daneben gibt es aber auch Webseiten, die ganz offiziell mit dem Verkauf von Social Bots werben, so wie beispielsweise MonsterSocial.
Die Frage dabei: was kosten denn Bots nun eigentlich? Die Antwort: das hängt davon ab, wie gut so ein Bot, bzw. die Kampagne sein soll, für welche die Bots eingesetzt werden. Social Bots zu erkennen, bedeutet Accounts zu beobachten. Gute Bots tarnen sich so gut als Mensch, dass man sie nur schwer erkennen kann. Sie legen „Schlafzeiten” ein, sie posten gemischten Content und sind auch in der Lage, halbwegs vernünftig zu kommunizieren.
Man muss sich das Ganze bei Social Bots einfach so vorstellen: Stell dir vor, ich drücke dir nur Material in die Hände, du bist aber kein Maschinenbauer, brauchst jedoch die fertige Maschine. Das wäre dann echt günstig, aber du kannst damit nicht viel anfangen, bzw. baust nichts besonders Tolles daraus. Stell dir vor, ich gebe dir nicht nur das Material, sondern baue für dich daraus auch etwas, weil ich es kann. Das kostet dich fertig zwar vielleicht das zehnfache, aber dafür ist es gut.

Discounterbot

Kommen wir auf das APA-IT-BusinessBreakfast zurück, bei dem neben mir Katharina Schell (APA) auf dem Podium stand und mir zwischendurch leise zuflüsterte, dass es ja auch Discounterbots gäbe. Diesen Begriff finde ich großartig, da ich davon ausgehe, dass es eine große Menge an Discounterbots gibt, deren Programmierung aus Ersparnisgründen nur mäßig ist.
Daher musste ich heute morgen direkt an den Begriff der lieben Kollegin denken, als das folgende Bild vor mir auftauchte. Liebe Freunde, auch liebe Katharina, so sieht es dann aus, wenn Bots unsauber programmiert sind. Der Discounterbot des Tages:
 
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