Lange war es nicht möglich, nun ist es wieder so weit: private Feiern, Geburtstage, aber auch Festivals, Volksfeste und die Partyszene kommt zusammen, der Tanz in den Mai steht bevor. Aufmerksamkeit und die Tipps der Polizei schützen dabei auch vor Gefahren durch Alkohol, Belästigung oder K.O.-Tropfen.

Ausgehen und Feiern gehört für junge Menschen dazu. Auf vielen Veranstaltungen kommen unterschiedliche Menschen zusammen – leider nicht immer mit friedlichem Ausgang. Mitunter kann es dabei, vor allem durch hohen Alkoholkonsum, zu Belästigungen und körperlichen Auseinandersetzungen kommen.

Niemand muss sich Belästigungen gefallen lassen und sollte sich gegen Angreifer zur Wehr setzen. Aber weder junge Frauen noch Männer sollten Täterinnen und Täter zusätzlich provozieren oder versuchen, sich mit Pfefferspray und anderen Waffen zu schützen. Stattdessen sollte jeder in einer ernsten Situation andere um Mithilfe bitten und auch Zivilcourage zeigen.

Tipps für sicheres Ausgehen

  • Achten Sie aufeinander. Gehen Sie am besten in der Gruppe und versuchen Sie einander während der Party im Blick zu behalten.
  • Wenn Sie bemerken, dass eine Freundin oder ein Bekannter besonders angetrunken ist, sorgen Sie für einen sicheren Heimweg. Rufen Sie ihm/ihr einTaxi.
  • Achten Sie auf Ihr und die Getränke Ihrer Begleitpersonen. Lassen Sie diese nicht unbeaufsichtigt stehen.
  • Wehren Sie sich gegen Belästigungen und unerwünschten Körperkontakt – auch bei Ihnen bekannten Personen. Machen Sie deutlich, dass Sie dieses Verhalten nicht tolerieren.
  • Bitten Sie andere um Mithilfe (Freunde, Außenstehende oder Mitarbeiter des Veranstaltungsortes). Helfen Sie anderen in ernsten Situationen.
  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Sie oder andere bedroht oder angegriffen werden.
  • Achten Sie auf einen sicheren Heimweg: Nutzen Sie öffentlichen Verkehrsmittel und Taxis.
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Besondere Vorsicht ist beim Feiern in Bars oder Diskotheken geboten, denn immer häufiger werden jungen Menschen so genannte K.O.-Tropfen ins Glas gemischt. Die Tropfen sind farb- und geruchlos und daher nicht aus dem Getränk herauszuschmecken. Schon 10 bis 20 Minuten nach der unbewussten Einnahme empfinden Opfer Übelkeit, Schwindel und plötzliche Schläfrigkeit. Sexualtäter oder -täterinnen nutzen dann die Schwäche ihrer Opfer aus, um sie auszurauben oder zu vergewaltigen. Das Opfer wacht später auf und kann sich an nichts erinnern.

Fünf Tipps zum Schutz vor K.O.-Tropfen

  1. Bestellen Sie Getränke bei der Bedienung und nehmen Sie sie nur selbst entgegen.
  2. Nehmen Sie von Unbekannten keine offenen Getränke an.
  3. Lassen Sie Getränke und Speisen nicht unbeaufsichtigt.
  4. Kaufen Sie besser kleine Mengen an Getränken und trinken Sie Ihre Getränke vor dem Tanzen oder dem Gang zur Toilette aus. Bestellen Sie im Zweifelsfall lieber ein neues Getränk.
  5. Wenn Sie sich komisch fühlen, wenden Sie sich an Freundinnen oder Freunde oder das Personal und bitten um Hilfe. Lassen Sie sich von einer Person Ihres Vertrauens nach Hause oder an einen sicheren Ort bringen.

Quelle: Polizei-Beratung

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