Unser Kooperationspartner der Watchlist Internet warnt: Via dem Facebook-Marketplace kursieren betrügerische Wohnungsinserate.

Auch im Facebook-Marketplace werden Miet- und Eigentumswohnungen inseriert. Ist der Preis jedoch sehr günstig, sollten Sie vorsichtig sein, denn es könnte sich um Betrug handeln. Behaupten VermieterInnen, dass sie im Ausland sind und sie die Besichtigung und Übermittlung der Kaution über Airbnb abwickeln, können Sie eindeutig von Betrug ausgehen!

Noch bevor Sie die Wohnung besichtigt haben, sollte eine Kaution, angeblich an Airbnb, überwiesen werden. Laut Vermieter fungiert Airbnb als neutraler Vermittler, der die Kautionszahlung verwaltet, Besichtigung sowie Schlüsselübergabe durchführt. In Wahrheit gibt es diese Wohnung jedoch gar nicht. Die Bilder wurden für die Betrugsmasche von anderen Inseraten gestohlen!

Betrügerische Wohnungsinserate erkennen Sie meist am günstigen Preis. / Quelle: Watchlist Internet
Betrügerische Wohnungsinserate erkennen Sie meist am günstigen Preis. / Quelle: Watchlist Internet

Wie läuft diese Betrugsmasche ab?

  1. Sie finden eine Traumwohnung in guter Lage zu einem unschlagbaren Preis.
  2. Sie kontaktieren den Vermieter.
  3. Der Vermieter antwortet sehr höflich und gibt Ihnen weitere Infos zur Wohnung. Die Person erklärt, dass sämtliche Kosten im angeführten Preis inkludiert sind. Oftmals sogar ein Parkplatz. Sie werden gebeten etwas über sich zu erzählen und gefragt, wann Sie einziehen möchten.
  4. Einige Nachrichten später erklärt Ihnen der Vermieter, dass er im Ausland lebt und die Besichtigung und Vermietung der Wohnung über eine externe Firma abwickeln möchte – angeblich Airbnb.
  5. Noch vor der Besichtigung muss die erste Monatsmiete und Kaution an Airbnb überwiesen werden. Erst dann treffen Sie sich mit einem Airbnb-Agenten, der Ihnen die Wohnung zeigt und den Mietvertrag aufsetzt. Sollten Sie die Wohnung nicht nehmen, erhalten Sie das überwiesene Geld zurück.
  6. Sie erhalten einen gefälschten Airbnb-Link, um die Zahlung vorzunehmen. Diese Website sieht der echten Airbnb-Website meist sehr ähnlich. Oftmals erhalten Sie auch E-Mails vom vermeintlichen Airbnb-Agenten.
  7. Sie überweisen das Geld und hören nie wieder von der Person.

Sehr höfliche Kommunikation

Um Vertrauen aufzubauen, kommunizieren die Kriminellen sehr höflich und zuvorkommend. Sie erzählen auch persönliche Dinge aus ihrem Leben. Sie erzählen von ihrer Arbeit, meist sind sie im Gesundheitswesen oder in einem Ministerium tätig – auf jeden Fall in einer angesehenen Position.

Ihnen wird versichert, dass die Wohnung unbefristet vermietet wird und selbstverständlich auch Haustiere erlaubt sind. Zugegeben: Ein sehr verlockendes Angebot. Aber leider Fake!

E-Mail der vermeintlichen Vermieterin. / Quelle: Watchlist Internet
E-Mail der vermeintlichen Vermieterin. / Quelle: Watchlist Internet

Abwicklung durch Airbnb – ist das möglich?

Nein, Airbnb bietet WohnungseigentümerInnen keine Unterstützungs- oder Verwaltungsdienstleistungen bei der Vermietung ihrer Wohnung an. Airbnb führt auch keine Besichtigungen im Auftrag von WohnungseigentümerInnen durch. Kriminelle missbrauchen die Bekanntheit der Plattform, um Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen!

So erkennen Sie unseriöse Wohnungsinserate

  • Die Miete ist deutlich günstiger als bei vergleichbaren Objekten
  • Der Vermieter ist angeblich im Ausland
  • Der Vermieter möchte, dass Sie bereits vor der Besichtigung Kaution oder Miete überweisen
  • Der Vermieter behauptet, einen „Airbnb-Agenten“ oder eine andere Firma mit der Besichtigung und Abwicklung der Vorauszahlung zu beauftragen

Was können Sie tun?

Wenn Sie überwiesen haben: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Sie können versuchen das Geld zurückzuholen, die Erfolgswahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering.

Melden Sie das betrügerische Inserat an Facebook.

Melden Sie das betrügerische Inserat, indem Sie auf die drei Punkte klicken und „Beitrag melden“ wählen. / Quelle: Watchlist Internet
Melden Sie das betrügerische Inserat, indem Sie auf die drei Punkte klicken und „Beitrag melden“ wählen. / Quelle: Watchlist Internet

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Quelle: Watchlist Internet
Artikelbild: Shutterstock / Von Breadmaker


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