Es ist schon aufregend, jemand Neues über eine Dating-App kennen zu lernen – doch bist du dir ganz sicher, dass es sich um keinen Fake handelt? So findest du es heraus:

Wer von euch hat in Zeiten der Pandemie eine Dating-App installiert? Womöglich recht viele – denn ohne Partys, Feste und Feiern fühlen sich die meisten von uns recht einsam. Dass man auf derartigen Plattformen wie Tinder nicht immer den Hauptgewinn zieht, zeigt auch eine neue Initiative von Match Group, das Unternehmen, hinter dem die App steckt. (wir berichteten)

Eine potenzielle Gefahr lauert nämlich in Form von Straftätern, die dich am Ende abzocken können oder Schlimmeres. Sogenanntes „Catfishing“ ist aber nicht neu und kann überall passieren – doch sehr gerne eben über Dating-Plattformen, wo sich die Leute bewusst nach jemanden umsehen, in den sie sich verlieben können.

Aber du musst nicht erst warten, bis die „Dating-App“ selbst aktiv wird, du kannst dich ebenfalls vor möglichen Betrug schützen, indem du weißt, worauf du achten musst:

Romance Scam – Betrug mit vorgetäuschter Liebe

Das Wort „scam“ bedeutet auf Deutsch „betrügen“. Wortwörtlich geht es also hier um Romantik-Betrüger: Profile, die vorgeben, ein junger Mann zu sein, zumeist Amerikaner, der im Militärdienst ist, auf Tinder & Co. über das Bild einer Nutzerin „gestolpert“ ist und sich für sie interessiert. Das Interesse verlagert sich aber nach kurzer Zeit mehr ins Finanzielle.

Zumeist gehen Romance Scammer sehr langsam und emotional vor: Sie tischen im Laufe eines Chats schnell eine rührende Geschichte auf, beispielsweise dass sie beim Militär arbeiten, ein kleines Kind haben und alleinerziehend sind, da die Frau früh verstarb. So wird zusätzlich Mitleid erzeugt und auf die Tränendrüse gedrückt.

Irgendwann erzählen sie, dass sie zumeist in Afrika stationiert sind und sie Geld benötigen, um beispielsweise die Smartphone-Rechnung bezahlen zu können. Aus den zumeist kleinen Beträgen anfangs werden immer größere, bis zu mehreren tausend Euro für einen Besuch.

Aus dem Besuch wird natürlich nie was, die Namen, Angaben und die Bilder sind samt und sonders gefälscht: Hinter diesen Fake-Profilen steckt eine ausgeklügelte Betrugsmasche! Der Kontakt bricht irgendwann komplett von deren Seite ab, das Profil wird gelöscht, das Geld ist weg.

Woran du Fake-Accounts erkennst

Die Seite des rnd zählt einige Tipps auf, woran man Fake-Accounts in Dating-Apps erkennen kann:

  • Fotos: Sehen meist wie professionelle Profilbilder aus, häufig von anderen Nutzern gestohlen oder von Modelagenturen kopiert. Mit der Bilder-Rückwärtssuche von Google findet man häufig den Ursprung
  • Texte: Die Profile enthalten wenig bis gar kein Text, und wenn doch, steckt dieser voller grammatikalischer Fehler
  • Verknüpfungen: DIe Profile haben keine Verlinkungen zu anderen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Spotify oder Instagram
  • Chat: Wenn im Chat häufig nach nur wenigen Sekunden eine Antwort kommt, deutet das auf einen Bot hin. Ein noch besserer Hinweis: Auf komplexer gestellte Fragen kommen nur allgemeine Antworten, Phrasen wiederholen sich

Wie schütze ich mich vor Fake-Accounts?

  • Keine reine Internet-Liebe ist echt. Generell gilt: Niemand, den man nicht persönlich kennt, spricht von Liebe oder gar Heirat. Lassen Sie sich nicht blenden. Meist stimmt etwas nicht.
  • Kein Geld bezahlen. Niemand, der vorgibt Sie zu lieben, würde Geld verlangen, egal welche Notlage er vorgibt.
  • Fremden nicht blind vertrauen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch die schlimmsten Geschichten.
  • Gesundem Menschenverstand vertrauen. Wenn Ihnen die Geschichte einer Internet-Bekanntschaft komisch vorkommt, seien Sie misstrauisch. Vertrauen sie sich jemandem an und sprechen darüber.
  • Anzeige erstatten. Sollten Sie bereits in die Falle getappt sein, ist Scham dann nicht angebracht. Erstatten sie Anzeige bei ihrer örtlichen Polizei. Nur dadurch wird ermittelt und andere Frauen können vor dem gleichen Schicksal bewahrt werden.

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