Ein etwas übereilt geposteter Beitrag auf Facebook sorgte für kurzzeitigen Jubel bei Gegnern des neuen Mobilfunkstandards 5G.

Demnach soll eine Studie der Universität Nagasaki erwiesen haben, dass das Hochgeschwindigkeitsnetz zu psychischen Störungen und Müdigkeit führen würde, weshalb Japan den Ausbau von 5G nun gestoppt hätte. Die Auswirkungen von 5G seien mit atomarer Strahlung auf den menschlichen Körper vergleichbar.

Der Text wurde zuerst von der Facebook-Seite „Frieden rockt“ gepostet und oft geteilt. Leider wurde der Text aber auch oftmals nur kopiert und neu gepostet, denn „Frieden rockt“ stellte mittlerweile selbst fest, dass sie einer Satire aufgesessen sind.
Fairerweise löschten sie den Beitrag nicht einfach kommentarlos, sondern vermerkten nun, dass es sich um Satire handelte!

https://www.facebook.com/frieden.rockt/photos/a.1620619544826314/2436796936541900/?type=3&theater

 

Die Ursprungsquelle

Der Text entstammt der Seite „Top News Russia“, die jenen Artikel auf Englisch veröffentlichten. Was allerdings übersehen wurde (und es ist, ganz ehrlich, auch nicht einfach zu entdecken), ist der kleine Hinweis auf Russisch, dass es sich um Satire handelt!

MIMIKAMA
Screenshot: mimikama.org

Das russische Wort „сатира“ bedeutet nichts anderes als „Satire„.

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Fazit

Aus dem Ursprungstext geht bereits der satirische Charakter hervor. Es geht nicht etwa um „gefährliche Strahlung“, sondern dass man mit 5G so viele Sachen gleichzeitig online machen könnte, dass es zu Stresssymptomen führt. Japan wurde für den Satireartikel gewählt, da dies ein Land ist, in dem die Menschen ohnehin schon sehr gestresst sind, ein Arbeitstag dauert nicht selten 16 Stunden. Da wirkt es dann doch satirisch, dass ausgerechnet in Japan etwas gegen stressenden Einfluss getan werden soll.

Da aber anscheinend viele den satirischen Charakter nicht verstanden, löschte „Top News Russia“ den Artikel wieder, im Web Archive ist er aber noch einsehbar.

Im Übrigen wird Japan das 5G-Netz bereits 2022 landesweit starten, 2020 starten schon kommerzielle Dienste. Von einer Angst vor 5G keine Spur.

Artikelbild: Shutterstock / Anton_Medvedev


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