Tätowierte müssen bald daheim im Planschbecken schwimmen – wenn man diesem Sharepic glauben möchte!

So soll nun Schluss sein mit schwer bemalter nackter Haut in den Freibädern, so zumindest laut diesem Bild, zu dem wir mehrere Anfragen bekamen:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

Ab 1. Juni gilt ein Freibad-Verbot für Tätowierte.
Nach dem Erfolg in Japan, jetzt auch in Deutschland.
Personen mit Tattoos haben keinen Einlass mehr.
Künftig wird es also keine Diebstähle in Freibädern
geben. Außerdem kann auch auf Chlor verzichtet
werden, da niemand mehr ins Becken pinkelt.“

Woher kommt die plötzliche Verbreitung?

Die Seite „Tattooguide24“ verbreitete das Bild am 1. Mai. Seitdem wird es oft kopiert und neu gepostet:

Facebook

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Allerdings ist das Bild nicht neu, sondern wurde bereits 2017 auf Facebook gepostet!

Die Originalquelle

Der wahre Ersteller dieser Satire postete bereits im Mai 2017 dieses Sharepic:

Facebook

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Die Seite „Tattoofrei – Es ist schön, keine Tattoos zu haben“ verbreitete damals diese satirische Behauptung.

Der Tropfen Wahrheit in der Satire

Tatsächlich hat das Sharepic in einem Punkt recht:
In Japan haben es Tätowierte tatsächlich schwer, in Schwimmbäder zu kommen!
Das liegt daran, dass in Japan Tätowierungen zumeist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe bedeuten, meist einer kriminellen Gruppe, der Yakuza. Deswegen beschloß die japanische Regierung vor einigen Jahren bereits, dass Tätowierte mancherorts keinen Zugang zu Schwimmbädern und Fitnessstudios mehr bekommen, um die Yakuza, zumindest sichtbar, aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Da die japanische Regierung da sehr strikt ist, gilt dies übrigens auch für Ausländer auf Japan-Besuch! Als tätowierte Person muss man sich also gut überlegen, ob man bei einem Japan-Aufenthalt die Badesachen einpacken will.

Zusammenfassung

Bei dem Sharepic handelt es sich um Satire!
Erstmalig wurde es 2017 von der Satireseite „Tattoofrei“ auf Facebook gepostet. Im Impressum wird auch darauf verwiesen, dass es sich bei den Beiträgen um Satire handelt.
Leider postete die Seite „Tatooguide24“ das Bild, ohne auf den Urheber zu verweisen, was wahrscheinlich noch mehr verunsicherte.

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org
Weil reine Haut reinhaut. 😉


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)