Angeblich ein „Massaker“, wie schlagzeilenwirksam geschrieben wird: 53 Menschen sollen in Gibraltar an der COVID-19 Impfung gestorben sein.
Mit der COVID-19 Impfung bekäme man eine Art neues Betriebssystem, ein „Windows 666“ aufgespielt, behauptet zumindest die Seite „Health Impact News“. Ein Ableger jener Seite namens „Medical Kidnap“, die verschwörungstechnisch in etwa dieselbe Richtung wie die Hauptseite geht, behauptet nun, in Gibraltar gäbe es mittlerweile 53 Tote durch die Impfung – eine Meldung, die natürlich Wasser auf den Mühlen von Impfgegnern ist.

Innerhalb von 10 Tagen nach Beginn der Impfungen sollen bereits 53 Menschen gestorben sein, die zuvor die Impfung erhalten haben; Angehörige und Zeuge sollen von einem „Massaker“ sprechen.
Ein Blick auf die Zahlen
Gibraltar hat nur 32.000 Einwohner. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass es dort bis zum 10. November noch gar keinen Coronavirus-Toten gab, ab Ende Dezember stiegen die Zahlen erst langsam, dann immer stärker an.

Am 10. Januar, als die COVID-19 Impfung in Gibraltar begann (siehe HIER), waren es insgesamt 16 Tote.
10 Tage später waren es insgesamt 53 Tote, also inklusive der Patienten, die bereits vor der Impfung starben.
Insofern kann die Behauptung, dass „10 Tage nach Impfbeginn bereits 53 Menschen an der Impfung starben“, schon einmal nicht stimmen!
Nach Beginn der Impfung (10. Januar) starben also 53 minus 16 = 37 Menschen.
Dies ist immer noch eine sehr hohe Zahl, doch bekamen diese 37 Patienten denn vorher die Impfung?
Am 27. Januar gab die Regierung von Gibraltar (siehe HIER) aufgrund der Gerüchte bekannt, dass bis zu jenem Tag 6 Leute starben, die vorher eine COVID-19 Impfung erhielten; insgesamt waren zu dem Zeitpunkt 11.073 Einwohner geimpft worden.
Jene 6 Personen waren zwischen 70 und 100 Jahre alt, 5 von ihnen wohnten im Government of Gibraltar Elderly Residential Services. Die 6 Personen scheinen sich kurz vor der Impfung mit COVID-19 infiziert zu haben. Der Test kurz vor der Impfung war noch negativ, der Test einige Tage später jedoch positiv.
Die Gesundheitsbehörde von Gibraltar bestätigte zudem, dass kein kausaler Zusammenhang der Tode mit der COVID-19 Impfung festgestellt werden konnte.
Zusammenfassung
Zum genannten Zeitpunkt (20. Januar = 10 Tage nach Beginn der Impfung) gab es insgesamt 53 Corona-Tote in Gibraltar. Nach Impfbeginn starben bis zum 20. Januar 37 Menschen, 6 davon bekamen vorher die Impfung. Bei diesen 6 Personen konnte kein kausaler Zusammenhang ihres Todes mit der Impfung festgestellt werden.
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Weitere Quelle: FullFact
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