Ein paar Worte zum Thema “Lesen”.
Denn würde man sich zwei Minuten Zeit zum Lesen nehmen, hatte man in dem Artikel aus der “Presse” schnell gemerkt, das diese Idee unsinnig ist und sich nicht durchsetzen wird.
(Screenshot: Presse.com)
In diesem Artikel aus der überregionalen österreichischen Tageszeitung “Presse”vom 16.01.2015 heißt es:
Muslime nicht verärgern: Keine Schweine in Kinderbüchern? Um Muslime und Juden nicht zu verärgern, überlegt der Verlag Oxford University Press Schweine und Würstchen aus Kinderbüchern zu verbannen.
Diese Schlagzeile ist in den letzten Tagen ein erneuter Aufhänger geworden. Man muss dazu jedoch deutlich sagen:
Quelle lesen!
Zum einen: diese Meldung stammt vom 16.01.2015, also über 7 Monate alt. Wenn das Verhalten des Verlages Schule gemacht hätte, dann hätte man schon wesentlich mehr dieser Meldungen gehört und gelesen.
Zum anderen: wer sich die Mühe macht, und den Artikel bis zum Ende liest, der erfährt dann auch, dass diese Überlegung des Verlages selbst von Muslimen und Juden als unsinnig abgestempelt wurde:
Auch der muslimische Abgeordnete Khalid Mahmood nannte den Vorstoß „absoluten Quatsch“. Ein Sprecher des Rates der jüdischen Institutionen in Großbritannien erklärte, das Judentum verbiete zwar das Essen von Schweinefleisch, nicht aber die Erwähnung oder die Darstellung des Tiers.
(Quelle: Presse.com)
Daher ist es recht unsinnig, diesen Artikel in einer interreligiösen Diskussion auf den Tisch zu bringen, weil diese Überlegung so nicht praktiziert wird und zum Jahresanfang im Kontext mit dem Anschlag auf das Satiremagazin “Charlie Hebdo” stand. Wie man dem Guardian entnehmen kann, hat der Verlag auch nicht vor gehabt, Bilder von Schweinen den Büchern zu verbannen, sondern sie sind der Ansicht, eine gesunde Portion Menschenverstand und auch sensibles Empfinden gegenüber anderen Kulturen gegenüber zu berücksichtigen. Es gibt weiterhin Abbildungen von Schweinen in den Büchern der Oxford University Press.
To clarify, OUP does not have a blanket ban on pork products in its titles, and we do still publish books about pigs. […]
While we should be mindful of these cultural sensitivities, a healthy dose of common sense is also required.
(Quelle: The Guardian)
Man muss dazu berücksichtigen: die Oxford University Press ist der weltgrößte Universitätsverlag in bringt Bücher in vielen Ländern heraus.
Artikelvorschau Bildquelle: Volodymyr Burdiak @ Shutterstock.com
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


