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Fakeshops fälschen Klarna-Zahlungsprozess

Die Online-Shops schmitt-drogerie.com und ohnesorge-fachhandel.com sind betrügerisch. Produkte, die Sie hier bestellen, werden nicht geliefert.

Susanne Breuer,

Produkte, die Sie hier bestellen, werden nicht geliefert. Die Bezahlung erfolgt angeblich per „Klarna Sofortüberweisung“. Doch Vorsicht: Der Zahlungsprozess wurde gefälscht. Sie sind nicht auf der echten Klarna-Zahlungsseite, sondern auf einer nachgebauten Website, mit der Ihre Bankdaten gestohlen werden.

ohnesorge-fachhandel.com ist ein Fake-Shop, Screenshot: Watchlist Internet
ohnesorge-fachhandel.com ist ein Fake-Shop, Screenshot: Watchlist Internet

Woran erkenne ich eine gefälschte Klarna-Seite?

Um Ihre Bankdaten zu stehlen, fälschen Fake-Shops den Zahlungsprozess von „Klarna Sofortüberweisung“. Die gefälschte Zahlungswebsite von Klarna, sieht der echten Zahlungsseite täuschend ähnlich. Dass es sich um Fake handelt, erkennen Sie lediglich an der Internetadresse. Die Internetadresse der echten Klarna-Zahlungswebsite lautet: www.sofort.com/[…]. Gefälschte Zahlungsseiten haben eine andere Internetadresse, z. B. fina-pay.com/[…] oder icepla-gateway.com/[…]. Im Folgenden finden Sie Screenshots der gefälschten und echten Klarna-Zahlungsseite.

Screenshot einer gefälschten Klarna-Zahlungsseite

Screenshot der gefälschten Klarna-Zahlungsseite. Bild: Watchlist Internet
Screenshot der gefälschten Klarna-Zahlungsseite. Bild: Watchlist Internet

Screenshot der echten Klarna-Zahlungsseite

Screenshot der echten Klarna-Zahlungsseite. Die Internetadresse der echten Website lautet www.sofort.com., Bild: Watchlist Internet
Screenshot der echten Klarna-Zahlungsseite. Die Internetadresse der echten Website lautet www.sofort.com., Bild: Watchlist Internet

Woran erkenne ich einen Fake-Shop?

  • Preis: Die Preise sind meist günstiger als in anderen Online-Shops. Nutzen Sie Vergleichsportale wie idealo.at oder geizhals.at oder die deutschen portale auf .de, um den Marktpreis eines Produktes herauszufinden.
  • Bewertungen im Internet: Suchen Sie unbekannte Online-Shops im Internet. Verwenden Sie dabei die Suchbegriffe „Erfahrungen“ oder „Fake“. Möglicherweise werden Sie bereits gewarnt, dort nicht einzukaufen.
  • Zahlungsarten: Die meisten Fake-Shops verlangen eine Vorab-Zahlung. Meist behaupten Sie in den Zahlungsbedingungen, dass unterschiedliche Zahlungsarten verfügbar sind. Beim Check-Out bleibt schlussendlich aber nur Vorkasse übrig.
  • Impressum: Prüfen Sie die Angaben im Impressum. Österreichische Firmen können Sie im WKO Firmen A-Z nachschlagen. Deutsche Unternehmen finden Sie im Handelsregister. Ist die Firma dort nicht verzeichnet, können Sie von Betrug ausgehen. Vorsicht: Manchmal werden Impressumsdaten auch von existierenden Unternehmen kopiert.

Sie haben bestellt und Bankdaten bekannt gegeben?

  • Wir gehen davon, dass Sie von den Kriminellen einen Anruf erhalten. Sie geben sich entweder als Online-Shop oder „Bank IT Security“ aus und fordern Sie auf, eine Zahlung freizugeben. Legen Sie auf und blockieren Sie die Nummer. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und geben Sie auf keinen Fall eine Zahlung frei. Dieses Geld wäre dann verloren!
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank und erkundigen Sie sich, was Sie tun können, wenn Kriminelle Ihre Zugangsdaten kennen.
  • Nehmen Sie sich vor weiteren Betrugsversuchen in Acht. Da Kriminelle nun Ihre Kontaktdaten haben, erhalten Sie in Zukunft möglicherweise betrügerische Anrufe, E-Mails oder Nachrichten.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Beratung & Hilfe

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

Quelle:

Watchlist Internet
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