Die Behauptung
Ein Kettenbrief, der über Theo Müller und seine Unternehmensgruppe berichtet, verbreitet sich erneut auf Facebook und enthält mehrere Falschbehauptungen.
Unser Fazit
Der Kettenbrief über Theo Müller ist überwiegend falsch. Die darin enthaltenen Behauptungen über seinen Wohnort und Geschäftspraktiken sind irreführend und nicht durch verlässliche Quellen bestätigt. Der Kettenbrief kursiert bereits seit 2005!
Die Verbreitung von Kettenbriefen auf Plattformen wie Facebook ist ein altbekanntes Phänomen. Besonders kurios wird es, wenn solche Nachrichten, die eigentlich längst der Vergangenheit angehören sollten, plötzlich wieder an Aktualität gewinnen. Der Fall von „Herrn Müller“ ist ein Paradebeispiel für die Hartnäckigkeit von Falschinformationen im digitalen Zeitalter.
Wir haben bereits 2013, 2018 und 2019 über den immer wiederkehrenden Kettenbrief berichtet.
„Die Geschichte von Herrn Müller aus Aretsried“ (Müllermilch)
Ein Beitrag auf Facebook, der bereits 2015 gepostet wurde, wird erneut geteilt. Dass dieses Posting über acht Jahre alt ist, scheint dabei niemanden zu interessieren.

Gerüchte/Behauptungen
Der betreffende Kettenbrief behauptet, dass Theo Müller, der Gründer der gleichnamigen Unternehmensgruppe, in Österreich wohnt und seine Geschäftspraktiken fragwürdig seien. Zudem wird ein Zusammenhang mit dem Anbau von genetisch verändertem Mais hergestellt.
Bewertung
Diese Behauptungen sind größtenteils haltlos. Es gibt keine stichhaltigen Beweise, die diese Vorwürfe untermauern. Insbesondere die Angabe zum Wohnort des Unternehmers ist faktisch falsch, da er seit 2003 in der Schweiz lebt.
Fakten
- Wohnort: Theo Müller wohnt seit 2003 in der Schweiz, nicht in Österreich.
- Geschäftspraktiken: Die Vorwürfe gegen seine Unternehmenspraktiken sind nicht durch verlässliche Quellen belegt.
- Gen-Mais: Der Bezug zu Gen-Mais ist irreführend. Obwohl es einen Bericht von Greenpeace aus dem Jahr 2004 gibt, der auf den Anbau von Gen-Mais hinweist, ist der direkte Zusammenhang zu Müllermilch nicht klar belegt.
Weitere Informationen
- Hintergrund: Der Kettenbrief scheint ursprünglich im Kontext eines Berichts des ARD-Magazins „Kontraste“ über das Müllermilch-Werk in Sachsen entstanden zu sein, wie die TU-Berlin schrieb.
- Stellungnahme des Unternehmens: 2009 reagierte die Unternehmensgruppe auf ihrer Webseite auf die Vorwürfe, was jedoch in den aktuellen Versionen des Kettenbriefs oft unerwähnt bleibt. Hier wird auch geschrieben, dass der Kettenbrief bereits seit 2004 existiert.
Fazit
Dieser Kettenbrief zu Theo Müller / Müllermilch, der ursprünglich aus dem Jahr 2005 stammt, ist ein exemplarisches Beispiel für die Langlebigkeit und Verbreitung von Falschinformationen im Internet. Seine erneute Verbreitung zeigt, wie leicht sich unbestätigte Behauptungen halten und verbreiten können.
Quelle: Unternehmensgruppe Theo Müller (Stellungnahme)
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