Die Behauptung
In sozialen Netzwerken kursiert die Behauptung, der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. habe vor dem Obersten Gerichtshof der USA einen Prozess gegen die Pharmaindustrie gewonnen. Dabei soll das Gericht festgestellt haben, dass mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 keine echten Impfstoffe seien und irreparable Schäden verursachen.
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Falsch
Falsch. Es existiert kein entsprechendes Urteil des US Supreme Court. Robert F. Kennedy Jr. war nie in einen solchen Prozess involviert und hat die Behauptung bereits 2021 dementiert.
Kurze Faktenübersicht:
- Kein Urteil des US Supreme Court zu mRNA-Impfstoffen vorhanden
- Robert F. Kennedy Jr. war demzufolge nicht an einem solchen Verfahren beteiligt
- Die Behauptung ist eine wiederholt auftauchende Falschmeldung
- Zahlreiche Faktenchecks haben die Aussage widerlegt
Der Ursprung der Falschmeldung
Bereits seit 2021 taucht die Behauptung auf, der US Supreme Court habe mRNA-Impfstoffe als gefährlich eingestuft und Robert F. Kennedy Jr. habe einen entsprechenden Prozess gewonnen.
Diese Aussage wurde mehrfach von Faktenprüfern widerlegt, so wie auch von uns im Jahre 2021. Kennedy selbst erklärte gegenüber der Associated Press, dass er nie an einem solchen Verfahren beteiligt war und die Behauptung falsch sei.
Keine Spur in offiziellen Gerichtsunterlagen
Eine Überprüfung der Datenbank des US Supreme Court ergibt keine Hinweise auf ein Urteil, das mRNA-Impfstoffe betrifft oder Robert F. Kennedy Jr. involviert. Der Name „Robert F. Kennedy Jr.“ taucht in den Gerichtsunterlagen lediglich in zwei Petitionen aus den Jahren 2004 und 2010 auf, lange vor der COVID-19-Pandemie. Beide Anträge wurden abgelehnt.
Robert F. Kennedy Jr. und seine Rolle
Robert F. Kennedy Jr. ist ein prominenter Kritiker von Impfungen und hat in der Vergangenheit mehrfach unbelegte Behauptungen über Impfstoffe verbreitet. Er ist Gründer der Organisation „Children’s Health Defense“, die für ihre impfkritischen Positionen bekannt ist. Trotz seiner umstrittenen Ansichten wurde er zum US-Gesundheitsminister ernannt, was sowohl national als auch international für Kritik sorgte.
FAQ:
Hat der Oberste Gerichtshof der USA ein Urteil zu mRNA-Impfstoffen gefällt?
Nein. Es gibt kein solches Urteil. Die Behauptung ist frei erfunden.
Hat Robert F. Kennedy Jr. einen Prozess gegen Pharmalobbyisten gewonnen?
Nein. Kennedy Jr. hat keinen solchen Prozess gewonnen. Er und sein Presseteam haben die Behauptung mehrfach dementiert.
Wie viele Impfschäden wurden in Deutschland anerkannt?
Bis Anfang April 2025 wurden 573 Fälle von dauerhaften Impfschäden nach einer Corona-Impfung anerkannt. Bei über 197 Millionen verabreichten Impfungen ist die Zahl der anerkannten Impfschäden sehr gering.
Ist Robert F. Kennedy Jr. ein Impfgegner?
Ja. Kennedy Jr. ist ein bekannter Impfgegner und Gründer der Organisation Children’s Health Defense, die für ihre kritische Haltung gegenüber Impfungen bekannt ist.
Warum verbreiten sich solche Falschmeldungen?
Falschmeldungen wie diese nutzen die Unsicherheit und Angst der Menschen aus, um Misstrauen gegenüber Impfungen und Gesundheitsbehörden zu schüren. Sie verbreiten sich schnell über soziale Medien und Kettenbriefe.
Fazit zum Thema
Die Behauptung, der US Supreme Court habe mRNA-Impfstoffe als gefährlich eingestuft und Robert F. Kennedy Jr. habe einen entsprechenden Prozess gewonnen, ist falsch. Es existiert kein solches Urteil, und Kennedy war nie in einen solchen Fall involviert. Die Aussage ist eine wiederholt auftauchende Falschmeldung, die bereits mehrfach widerlegt wurde.
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