Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat eine Warnung vor einer weiteren Charge des beliebten Champagners veröffentlicht, da sie teilweise mit der Droge MDMA gefüllt sind. Neben der Chargennummer „LAJ7QAB6780004“ werden nun zusätzlich noch alle Flaschen der Charge „LAK5SAA6490005“ zurückgerufen.

Konkrete Gefahr

Die Flaschen sollen mit flüssigem Ecstasy, auch MDMA genannt, gefüllt sein. Bereits das Berühren der Flüssigkeit sei ebenso wie der Verzehr bereits eines kleinen Schlucks lebensgefährlich.

Von außen seien die Flaschen nicht zu unterscheiden. Die Flüssigkeit in den betroffenen Flaschen weisen jedoch bestimmte Merkmale auf, die sie von herkömmlichen Flaschen und ihrem Inhalt unterscheiden. Beim Ausgießen zeige sich eine rötlich-braune Farbe, die sich mit der Zeit verdunkele und nach Anis rieche. Außerdem sprudele die Flüssigkeit im Fall von Ecstasy nicht. (HIER)

In den Kommentaren zur Warnung auf Facebook verweist die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ausdrücklich darauf, dass es sich nicht um einen Scherz handele.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Was tun?

Verbraucher, die eine Flasche der betroffenen Chargen besitzen, sollen die Polizei informieren. Laut Verbraucherzentrale können die Flaschen im Handel zurückgegeben werden. Auf keinen Fall solle die Flüssigkeit berührt oder gar verzehrt werden, da dies zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen kann.

Woher stammen die betroffenen Flaschen?

Die betroffenen Flaschen seien über eine bisher unbekannte Website gekauft worden. Betroffen von dem Rückruf ist laut Verbraucherzentrale aktuell die Sorte „Moët & Chandon Ice Impérial“ in der Drei-Liter-Größe. Konkret gehe es um zwei Chargen:

  • Chargennummer: LAJ7QAB6780004
  • Chargennummer: LAK5SAA6490005

Erste Fälle bereits im Februar

Bereits im Februar hatte es einen tragischen Vorfall gegeben. In einem Oberpfälzer Restaurant hatten Gäste vermeintlich Champagner aus einer Drei-Liter-Flasche der Marke „Moët & Chandon“ getrunken. In der Folge verstarb tragischerweise ein Gast und wurden mehrere weitere Gäste schwer verletzt. Untersuchungen zeigten später, dass sich in der Flasche statt Schaumwein aus der Champagne hochkonzentriertes flüssiges Ecstasy, bzw. MDMA, befand.

Lesen Sie auch >   Bild von Sir Keir Starmer mit rosa Hijab ist nicht echt

Kriminalfall, kein Qualitätsproblem

Der Champagner-Hersteller Moët & Chandon selbst geht von einem Fall von Drogenschmuggel aus.

Es habe sich nicht »um ein Qualitätsproblem, sondern um einen Kriminalfall« gehandelt, teilte das Unternehmen im Februar mit.

(HIER)

Schon gesehen? – Bundespsychotherapeutenkammer: „Alkohol ist deutlich gefährlicher als Cannabis“

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)