Immer wieder kommt es zur Abzocke und Betrug mit horrenden Rechnungen, die von Aufsperrdiensten gefordert werden. Ein Phänomen, das sich nicht nur in Österreich zeigt, sondern in vielen Ländern existiert. So liefert ein Blick nach Deutschland etwa ein ganz ähnliches Bild. Auch hier werden Menschen in Not über den Tisch gezogen.

Der Großteil arbeitet zuverlässig, seriös und professionell: Zugegeben, es sind nicht nur schwarze Schafe unter den Schlüsseldiensten. Ebenso bei Rohrreinigungsunternehmen oder Entrümplern zeigen die Abzocker ihre Handschrift. Dabei verrichten die Handwerker aller Couleur im Allgemeinen eine sehr gute Arbeit. Dennoch vermögen es einige wenige unter ihnen den gesamten Berufsstand medial schlecht dastehen zu lassen. In der Folge haben nicht wenige Sorge, bei einem Notfall eine horrende Rechnung präsentiert zu bekommen, wie etwa am Sonntag, dem 15. Dezember 2019, in Lenzinghausen geschehen. Eine simple Türöffnung sollte dort mit 420,- Euro bezahlt werden. Zudem wurde das Geld sofort vor Ort eingefordert.

Das Perfide daran ist, das diese „Handwerker“ oftmals über die Werbung im Internet vortäuschen, ihren Sitz in der Nähe zu haben. In Wahrheit aber ist die Anfahrt weit, was in einem Notfall samt Aufschlag sehr teuer werden kann. Dabei ist es wichtig, nicht einzig auf die Telefonnummer zu achten, die vom Betroffenen gewählt wird. Denn selbst dahinter kann sich ein Trick verstecken, wie Fälle aus Deutschland zeigen. Hier arbeiteten Handwerker mit Callcentern zusammen. Letztere hatten eine regionale Nummer. Für den Kunden erschien der angerufene Monteur also als lokaler Anbieter. Allerdings saß der mehrere Hundert Kilometer entfernt.

Somit ist es sehr wichtig, wenn die Tür ins Schloss fällt, das Wasser im Waschbecken nicht mehr richtig abläuft oder die Toilette verstopft ist, Ruhe zu bewahren. Anschließend empfiehlt es sich, einen lokalen Schlüsseldienst mit Bedacht zu suchen. Wer in Graz wohnt, sucht folglich den zuverlässigen und seriösen Schlüsseldienst Graz. Wichtig dabei ist, auf die Aufmachung der Website zu achten und vor allem, welche konkreten Angebote gemacht werden. Gibt es einen Festpreis für eine einfache Türöffnung? Existiert eine Pauschale für die Anfahrt? Wie transparent sind die Leistungen und gibt es einen Hinweis darauf, wie lange der Monteur bis zum Einsatzort braucht. Jemand, der einige Hundert Kilometer entfernt sitzt, kann nicht in zehn Minuten vor Ort sein.

Die richtigen Fragen und Forderungen stellen

Ist ein Aufsperrdienst gefunden, der erst einmal einen seriösen Eindruck vermittelt, gilt es beim ersten Kontakt gezielte Fragen und Forderungen zu stellen. So sollte in jedem Fall der Preis für Anfahrt und Arbeit festgehalten und ein Kostenvoranschlag gefordert werden. Ebenso sollte ausreichend Zeit sein, eine ordentliche Rechnung mit dem Namen des Geschäftsführers sowie der Firmenanschrift zu fordern.

Will der Handwerker vor Ort bar kassieren, besteht dazu generell keine Verpflichtung. Wird dieser bedrohlich oder unverschämt, gilt es umgehend die Polizei zu kontaktieren. Sollte es keinen anderen Ausweg geben und die Rechnung überzogen wirken, ist zudem maximal eine Anzahlung zu leisten. So bleib ausreichend Zeit die Kosten, nachdem die Situation gelöst ist, noch einmal in Ruhe zu überprüfen.

Dabei darf bei alledem nicht vergessen werden, dass gute Arbeit auch fair bezahlt werden muss. Wer einen Notdienst am späten Abend, am Wochenende oder am Feiertag beauftragt, muss selbstverständlich einen Aufpreis bezahlen. Das ist erst einmal kein Wucher. Zudem ist es mit dem seriösen Anbieter – ob Schlüsseldienst, Rohrreinigung oder Entrümpler – möglich, bereits im Vorfeld die konkreten Kosten zu eruieren.

Artikelbild: Shutterstock / Von Andrey_Popov


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