Schadsoftware: Computer-Virus, Computer-Wurm, Trojaner
Ein Computervirus befällt ein Programm, ganz ähnlich, wie ein Virus Zellen im Körper befällt. Er macht das, wofür er programmiert wurde: Der Rechner lässt sich nicht starten oder es ist nicht mehr möglich, Dateien zu ändern oder abzuspeichern oder Browserfenster öffnen sich selbständig.
Würmer verbreiten sich von selbst mit den unterschiedlichsten Methoden. Zum Beispiel kann so ein Wurm ein E-Mail-Programm ausnutzen und sich dann selbständig an alle Adressen im Adressbuch versenden.
Trojaner sehen erstmal harmlos aus und verstecken sich zum Beispiel in einer Word-Datei. Wenn die Datei geöffnet wird, kann der Trojaner über das Internet weitere Schadprogramme herunterladen.
Was kann Malware anrichten?
Sind Schadprogramme ins Computersystem gelangt, können sie dort beispielsweise personenbezogene Daten und Passwörter ausspionieren. Einige Programme sind auch in der Lage, den Datenverkehr beim Online-Banking abzufangen und zu manipulieren – Betroffene merken davon zunächst meistens nichts.
Adware sorgt dafür, dass der Nutzer ständig Pop-up-Fenster mit Werbung angezeigt bekommt. Solche Programme kommen meist als unerwünschtes Anhängsel von kostenlosen Downloads. Sie sind im Grunde harmlos, nerven aber.
Und dann gibt es noch die Erpressersoftware oder Ransomware.
Was ist Ransomware?
Als Ransomware werden Schadprogramme bezeichnet, die bei den Opfern den Zugriff auf Daten und Systeme einschränken oder verhindern, indem sie beispielsweise alle Festplatten verschlüsseln. Für die Entschlüsselung verlangen die Angreifer dann ein Lösegeld (engl. “ransom“). Die entsprechende Schadsoftware wird meist in einem E-Mail-Anhang unter Angabe eines falschen Absenders versendet.
Die am häufigsten imitierten Absender waren 2021, nach Angaben des Bundeskriminalamts, Microsoft, DHL, Amazon, Google und WhatsApp, aber auch Banken werden oft imitiert. Klickt der Nutzer nun auf den Anhang der Mail, installiert sich die eingespielte Schadsoftware und befällt den Computer – im schlimmsten Fall werden alle gespeicherten Daten unbrauchbar.
Schutz vor Hackerangriffen: Antivirenprogramme
Antivirenprogramme arbeiten wie eine Schutzimpfung für den Computer. Sie durchsuchen eingehende Mails, den Netz- und Datenverkehr oder die Sicherheit von Internetseiten. Erkennt die Software einen Schädling, warnt sie davor und bereinigt diesen häufig auch gleich mit. SWR-Multimedia-Experte Andreas Reinhard empfiehlt Nutzern eines Windows-Betriebssystems, auf jeden Fall ein Antivirenprogramm zu nutzen. Das sollte immer auf dem neuesten Stand gehalten werden – regelmäßige Updates seien unbedingt notwendig.
Wie gut ist der Windows Defender?
Für Nutzer, die über ein gesundes Basiswissen zum Thema Sicherheit im Netz verfügen, reiche das auf Windows-Rechnern vorinstallierte Programm „Windows Defender“ aus und biete guten Schutz. Für Menschen mit weniger Ahnung, die tendenziell leichter Opfer von Hacker-Attacken werden, ist unter Umständen ein zusätzliches, externes Virenschutzprogramm empfehlenswert.
Quelle: SWR Marktcheck / Autorin/Autor: Stefanie Waldschmidt, Andreas Reinhardt
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