Sind Karussellautos jetzt tabu?

Entdecke die Wahrheit hinter dem satirischen Artikel über Karussellautos in Osnabrück. Mimikama bietet wertvolle Aufklärung zu Fake News und Mythen

💬Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.
Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Treibt der Klimaschutz in Osnabrück seltsame Blüten? Angeblich sollen nun sogar Autos, Motorräder und Flugzeuge in Karussells verboten werden!

Diese Behauptung wurde nicht einmal einfach nur auf irgendwelchen dubiosen Seiten im Internet behauptet, sondern stand in einem ausführlichen Artikel in einer Zeitung:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

„Das amtliche Schreiben kam wenige Tage nach dem Abbau des Weihnachtsmarktes – und hat Schausteller-Chef Bernhard Kracke jr. eiskalt erwischt. Laut einer Verfügung des städtischen Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz dürfen innerhalb des Stadtgebiets künftig keine Karussells mehr aufgestellt werden, in denen die Kinder in kleinen Autos, Lkws, auf Mini-Motorrädern, in Flugzeugen, Hubschraubern oder auf dem Rücken exotischer Tiere ihre Runden drehen.“

Weiter wird berichtet, dass der „motorisierte Individualverkehr“ ein Konzept von vorgestern sei. Kinder könnten das Fahren eines klimaschädlichen Rennautos oder die Ausbeutung von Wildtieren als positiv empfinden. Zudem soll die Tierrechtsorganisation Peta fordern, dass auch Pferde, Hunde oder Kamele von Karussells entfernt werden. Auf der Facebook-Seite von „Kirmes-Rummel.de“ wurde besonders stark über diesen Artikel diskutiert.

Es handelt sich bei dem Artikel um Satire!

Da man nur diesen einen Artikel in dem Bild sieht, lässt sich erst einmal nicht feststellen, aus welcher Zeitung denn der Artikel stammt. Doch gibt es genug Leser, die die Zeitung kennen und auch die komplette Seite fotografierten:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

Es handelt sich um einen Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung im Ressort „Tills Silvesterpunsch und Bleigießen“.
Wirft man einen Blick auf die anderen Artikel der Seite, erkennt man recht schnell, dass es sich um Satire handelt: OB Griesert holt Luna Pepper (einen Roboter) ins Rathaus und am Tisch des Landgerichts soll nun Werbung erlaubt sein.

Fazit

Es handelt sich um keine echte Forderung, sondern um einen Satireartikel in der NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) am 31.12. Die Sparte „Tills Silvesterpunsch und Bleigießen“ erscheint dort jedes Jahr zu Silvester mit Satireartikeln.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)