Faktencheck

Verwirrung um Gina Lollobrigidas Tod!

Ja, die italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida ist tot. Im Netz gibt es jedoch einige Verwirrung: Die Tagesschau zeigte dazu kurzzeitig ein Foto der zurückgetretenen Verteidigungsministerin Lambrecht, in Suchmaschinen wird eine Seite angezeigt, auf der behauptet wird, dass sie nicht tot sei. Wir entwirren!

Ralf Nowotny

Der jüngeren Generation dürfte sie eher weniger bekannt sein, aber Gina Lollobrigida war eine der großen Filmstars des 20. Jahrhunderts, weshalb auch wohl ihr Tod mit 95 Jahren für eine hektische Verwirrung bei der Eilmeldung der Tagesschau gesorgt haben dürfte – und eine Clickbait-Seite sorgt für zusätzliches Chaos.

Die Foto-Verwirrung

Die Tagesschau berichtete in einer Eilmeldung über den Tod der Schauspielerin, doch in den ersten Minuten wurde wohl versehentlich ein falsches Bild verwendet, was zahlreiche Nutzer auf Twitter mit Screenshots dokumentierten:

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Statt einem Foto der Schauspielerin war bei der Tagesschau anscheinend kurzzeitig ein Foto der zurückgetretenen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zu sehen. Dies wurde nach einigen Minuten korrigiert, sorgte aber für viele Lacher im Netz.

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Und ewig lockt der Clickbait

Wenn es um Todesmeldungen geht, dann ist eine bestimmte Clickbait-Seite nicht weit: Wenn man jetzt in einer Suchmaschine „Gina Lollobrigida“ eingibt, ist unter den ersten Suchergebnissen sehr oft auch dieser Artikel zu finden:

Doch nicht tot?
Doch nicht tot?

Angeblich sei bereits am Samstagabend (manche Suchmaschinen zeigen auch Sonntagabend an) auf Twitter verbreitet worden, dass sie gestorben sei, was allerdings nicht stimmt! Bei der Seite „mediamass“, die als Quelle im Screenshot erkennbar ist, handelt es sich um einen speziellen Fall: Vorgenerierte Meldungen über alle möglichen Prominenten.

Der Artikel auf der Clickbait-Seite "mediamass"
Der Artikel auf der Seite „mediamass“ über Lollobrigida

Mediamass – Eine Satire auf Mass Media

Die Seite Mediamass bezeichnet sich selbst als Satireseite. Dies kann man auch selbst nachlesen, wenn man im Artikel einfach mal den in rot geschriebenen Link mit dem aktuellen Nachtrag anklickt (siehe HIER):

„Die Website mediamass.net ist das Medium für unsere Satire, mit der wir durch Humor, Übertreibungen und Spott auf die Massenproduktion und den Massenkonsum um uns herum aufmerksam machen wollen.
[…]
Der ‚Promi’-Bereich ist eine humorvolle Parodie auf Klatschmagazine. Natürlich ist keine von diesen Geschichten wahr.“

Artikel über angebliche Todesgerüchte gibt es zuhauf auf der Seite, beispielsweise über Sebastian Kurz, Helene Fischer und Jan Böhmermann – und eben auch über Gina Lollobrigida. Auch andere Artikel über die Prominenten gibt es dort, alle im gleichen Stil, alle nur augenscheinlich aktuell – doch immer frei erfunden und satirisch gemeint.

Ein satirischer Charakter ist bei diesen vorgefertigten Artikeln, durch die der Tod einer prominenten Persönlichkeit, in diesem Fall von Gina Lollobrigida, zu einer Falschmeldung deklariert wird, jedoch nicht wirklich erkennbar, sondern sorgt nur für zusätzliche Verwirrung bei Internetnutzern.

Fazit

Deshalb genau hinschauen bei Meldungen: Sie sollten grundsätzlich von mehreren, seriösen Medien bestätigt sein – und bitte auch mit der richtigen Bebilderung, liebe Tagesschau *zwinker zwonker*. Wenn eine einzelne Seite alleine das Gegenteil behauptet, solltet ihr genau hinschauen, um welche Art Seite es sich handelt – satirisch gemeint, hin oder her.

In dem Zusammenhang interessant: Laut kursierenden Screenshots und einem Artikel muss Greta Thunberg nicht hungern – sie sei die bestbezahlte Aktivistin der Welt. Wirklich?
Ist Greta Thunberg wirklich die bestbezahlte Aktivistin der Welt?

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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