Ein möglicher Flugzeugabsturz nahe Moskau könnte Jewgenij Prigoschin, den Leiter der russischen Söldnergruppe Wagner, betreffen. Die Ungewissheit um sein Verbleib wirft Fragen über seine jüngsten Aktivitäten und den Konflikt in der Ukraine auf.


UPDATES 28.08.2023

Prigoschin offiziell für tot erklärt.

Nachdem die Maschine abgestürzt war, wurde vier Tage lang intensiv daran gearbeitet, die Opfer zu identifizieren. Die Agentur Tass hat nun unter Berufung auf das russische Ermittlungskomitee bestätigt, dass die DNA-Tests eindeutig zeigen, dass Jewgeni Prigoschin zu den Opfern gehört.

Sprecherin des Komitees, Swetlana Petrenko, erklärte die Untersuchungen im Rahmen des Strafverfahrens wegen des Flugzeugabsturzes für abgeschlossen: „Nach Auswertung der Ergebnisse wurden die Identitäten aller zehn Toten festgestellt, sie entsprechen der im Flugblatt angegebenen Liste.“

Die Frage nach der Ursache des Absturzes bleibt weiterhin offen.

UPDATES 24.08.2023

  1. Weltweite Reaktionen zum Flugzeugabsturz:
    US-Präsident Joe Biden vermutet, dass der russische Präsident Putin hinter dem Absturz von Prigoschins Flugzeug steckt. Biden betonte, dass in Russland kaum etwas geschieht, ohne Putins Einfluss. Allerdings räumte er ein, nicht genügend Informationen zu haben, um eine definitive Aussage zu treffen.
  2. Interpretation als „Akt der Rache und Vergeltung“:
    Die Politologin Tatiana Stanovaya vom Carnegie Russia Eurasia Center in Berlin zitiert, dass unabhängig von den genauen Ursachen des Flugzeugabsturzes, die internationale Gemeinschaft dies als eine Aktion des Kremls zur Rache und Vergeltung betrachten wird. Stanovaya erklärt, dass Putin nach Prigoschins versuchtem Aufstand Zeit benötigte, um die Entmachtung der Wagner-Gruppe in Russland durchzuführen. Die Existenz von Prigoschin war ein Symbol für Putins politische Autorität.
  3. Lage am Tag nach dem Absturz:
    Nach dem Absturz des Flugzeugs von Jewgeni Prigoschin sind mehr Fragen als Antworten vorhanden. Seine Anhänger glauben, er sei verstorben, da sein Name auf der Passagierliste des abgestürzten Flugzeugs stand und keine Überlebenden gemeldet wurden. Offizielle russische Quellen bestätigen seinen Tod ebenfalls. Allerdings sind offizielle Angaben aufgrund der Konfrontation Prigoschins mit der russischen Regierung im Juni mit Vorsicht zu behandeln.
  4. Verwirrung um zweites Flugzeug:
    Die Anwesenheit von Jewgeni Prigoschin an Bord des abgestürzten Flugzeugs ist bisher nicht bestätigt. Ein anderes Privatflugzeug, das mit Prigoschin in Verbindung steht und ebenfalls auf dem Weg nach St. Petersburg war, kehrte nach dem ersten Absturz um und landete in Moskau. Berichten zufolge hatte Prigoschin zuvor ein Treffen mit Vertretern des russischen Verteidigungsministeriums.
  5. Abzug von Wagner-Söldnern aus Belarus:
    Nach dem Flugzeugabsturz verlassen Wagner-Söldner angeblich Belarus und begeben sich auf den Weg nach Russland. Dies wurde vom Nationalen Widerstandszentrum des ukrainischen Militärs berichtet, jedoch lässt sich diese Information bisher nicht verifizieren.
  6. Aussage von Abbas Galljamov:
    Der ehemalige Redenschreiber von Putin, Abbas Galljamov, beschuldigt Putin für den Flugzeugabsturz und betont, dass Putin stark genug sei, um Rache zu üben. Galljamov glaubt, dass das Establishment nun davon überzeugt ist, dass Widerstand gegen Putin aussichtslos sei.
  7. Mangelnde Anzeichen von Problemen vor dem Absturz:
    Flugverfolgungsdaten zeigen, dass Prigoschins Privatflugzeug bis zu den letzten 30 Sekunden vor dem steilen Absturz keine Anzeichen von Schwierigkeiten aufwies. Laut Flightradar24 flog das Flugzeug plötzlich senkrecht nach unten und verlor innerhalb von 30 Sekunden mehr als 8.000 Fuß an Höhe. Vor diesem Ereignis gab es keine Hinweise auf Probleme mit dem Flugzeug.
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UPDATES 23.08.2023

  1. Russische Luftfahrtbehörde bestätigt Prigoschins Anwesenheit im abgestürzten Flugzeug
    Rosaviatsia, die russische Luftfahrtbehörde, hat bestätigt, dass der russische Söldnerchef Jewgeni Prigoschin und der Oberkommandierende von Wagner, Dmitri Utkin, an Bord des abgestürzten Embraer-Flugzeugs waren, wie Reuters berichtet. Die Wagner-Gruppe schrieb ebenfalls auf ihrem Telegram-Kanal, dass Prigoschin „infolge von Handlungen von Verrätern Russlands gestorben ist.“
  2. Laut Angaben der Fluggesellschaft befanden sich folgende Passagiere an Bord des Flugzeugs Embraer – 135 (EBM-135BJ):
    — Propustin Sergey;
    — Makaryan Evgeniy;
    — Totmin Aleksandr;
    — Chekalov Valeriy;
    — Utkin Dmitriy;
    — Matuseev Nikolay;
    — Prigozhin Evgeniy
    — Levshin Aleksei Pilot
    — Karimov Rustam 2 Pilot
    — Raspopova Kristina Stewardess
  3. Ein mit Wagner in Verbindung stehender Telegram-Kanal hat berichtet, dass Prigoschin gestorben ist, wie Reuters meldete:
    Der russische Söldnerchef Jewgeni Prigoschin ist tot, wie ein mit seiner Wagner-Söldnergruppe verbundener Telegram-Kanal am Mittwoch berichtete. „Der Leiter der Wagner-Gruppe, ein Held Russlands, ein wahrer Patriot seiner Heimat * Jewgeni Viktorowitsch Prigoschin starb infolge von Handlungen von Verrätern Russlands“, hieß es in einem Beitrag im Kanal „Grey Zone“. „Aber selbst in der Hölle wird er der Beste sein! Ruhm für Russland!“
  4. Tod bestätigt?
    Der Wagner-bezogene Kanal „Grey Zone“ hatte anfänglich die offizielle Darstellung angezweifelt, laut der Prigoschin auf der Passagierliste des ersten Flugzeugs verzeichnet und ums Leben gekommen sei. Doch jetzt bestätigen auch sie seinen Tod.
  5. Das Weiße Haus äußert sich zum potenziellen Tod des Wagner-Chefs Prigoschin.
    Ein mögliches Ableben von Jewgeni Prigoschin, dem Leiter von Wagner, aufgrund eines Flugzeugabsturzes würde laut US-Regierung niemanden erstaunen. „Wir sind über den Bericht (zum Absturz) informiert. Sollte er sich bewahrheiten, wäre das für uns nicht unerwartet“, so Adrienne Watson, die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA. Es wurde berichtet, dass US-Präsident Joe Biden vom Weißen Haus nach dem Flugzeugunglück in Russland ständig über die Entwicklungen informiert wurde.
  6. In Telegram-Kanälen, die Wagner nahestehen, werden erste Drohungen verbreitet.
    Es wird darin betont: „Das Töten von Prigoschin wird gravierende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Verantwortlichen erkennen offensichtlich nicht die wahre Stimmung und Moral der Truppen.“ Ein anderer Kanal kommentiert: „Dies sollte allen eine Warnung sein. Es ist essenziell, Dinge zu Ende zu bringen.“ Diese Äußerung scheint sich darauf zu beziehen, dass Prigoschin einen Aufstand seiner Wagner-Söldner vor den Toren Moskaus verhinderte.
  7. Stimmen aus dem Umfeld von Michail Chodorkowski: Michail Chodorkowski, dessen Ermittler vom Dossier Center bereits Einblick in einige Aspekte von Wagners Aktivitäten erlangt haben, gibt derweil zu bedenken: »Selbst wenn Prigoschin auf der Passagierliste aufgeführt war, besteht die Möglichkeit, dass er dennoch am Leben ist. Berichten zufolge hat er oft »seine Spuren verwischt«, indem er offiziell für einen Flug angemeldet war, in Wirklichkeit aber einen anderen Flug genommen hat.«
  8. Spekulationen nach Prigoschins gescheitertem Aufstand: Direkt nach dem gescheiterten bewaffneten Aufstand von Prigoschin wurde intensiv darüber spekuliert, dass der Kreml möglicherweise Rache an ihm üben und eine Ermordung in Erwägung ziehen könnte. Als Prigoschin und seine Söldner jedoch ohne Strafe davonkamen, trat dieses Thema vorerst in den Hintergrund. Einige Experten vermuteten, dass Prigoschin weiterhin von Bedeutung sei, besonders aufgrund der Aktivitäten seiner Kämpfer in Afrika.
  9. Alternative Theorien über den Absturz: Die Webseite »Grey Zone« von Prigoschin hat eine alternative Erklärung für den Absturz ins Spiel gebracht. Sie behauptet, dass es sich um einen gezielten Abschuss handeln könnte. »Grey Zone« hat ebenso wie vorherige Berichterstattungen erwähnt, dass sich zwei Flugzeuge der privaten Söldnergruppe Wagner gleichzeitig in der Luft befanden. Das zweite Flugzeug habe seinen Kurs umgekehrt und sei am Flughafen Ostafjewo südlich von Moskau gelandet.
  10. Zweifel an den offiziellen Angaben: »Grey Zone« stellt auch die offizielle Version der Behörden infrage, wonach Jewgenij Prigoschin auf der Passagierliste des ersten Flugzeugs gestanden und ums Leben gekommen sei. Die Webseite äußert Zweifel darüber, wo Prigoschin letztendlich gewesen sein könnte, da es momentan keine genauen Informationen dazu gebe.
  11. Ursache des Absturzes noch unklar: Die genaue Ursache für den Flugzeugabsturz bleibt nach wie vor ungeklärt. Trotz intensiver Untersuchungen durch das unterstellte Ermittlungskomitee des Kremlchefs Putin konnte bisher keine definitive Erklärung gefunden werden. Das Strafverfahren wurde aufgrund der möglichen „Verletzung der Regeln der Sicherheit der Bewegung und des Betriebs des Luftverkehrs“ eröffnet.
  12. Absturzort in der Region Twer: Die staatlichen Nachrichtenagenturen haben Informationen über den Absturzort veröffentlicht und deuten darauf hin, dass sich dieser in der Region Twer befindet. Genauere Einzelheiten über den Ort und die Umstände des Absturzes werden weiterhin ermittelt.
  13. Bestätigte Verluste und Spitznamen der Wagner-Truppe: Wladimir Rogow, ein Mitarbeiter der von Russland eingesetzten Besatzungsverwaltung in der Region Saporischschja, hat auf Telegram bestätigt, dass sowohl Jewgenij Prigoschin als auch der Wagner-Kommandeur Dmitrij Utkin bei dem Absturz ums Leben gekommen sind. Rogow berichtet, dass er mit Mitgliedern der Wagner-Truppe gesprochen hat und bezieht sich dabei auf die Spitznamen der Truppe als „Musiker“ oder „Orchester“. Dies wirft ein Licht auf die Vertrautheit und Codenamen, die innerhalb der Truppe verwendet werden.
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In einem Vorfall nahe Moskau wird ein Privatjet-Absturz mit zehn Todesopfern gemeldet. Berichten zufolge könnte Jewgenij Prigoschin, der Anführer der kontroversen russischen Söldnergruppe Wagner, unter den Passagieren gewesen sein. Die Ungewissheit über sein Schicksal lenkt den Fokus erneut auf die Rolle der Wagner-Gruppe im Ukraine-Konflikt und wirft Fragen über Prigoschins Aktivitäten und seinen jüngsten Versuch eines Aufstands auf.

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Wagner-Chef auf möglicher Passagierliste?

Die staatlich kontrollierte russische Nachrichtenagentur Tass meldet den Absturz eines Flugzeugs nordwestlich von Moskau, bei dem zehn Menschen ums Leben gekommen sind. Unter Berufung auf die Flugbehörde Rosawiazija wird spekuliert, dass sich Jewgenij Prigoschin, der Chef der umstrittenen Wagner-Söldnergruppe, an Bord befunden haben könnte. Die Unsicherheit über Prigoschins Verbleib verstärkt die bereits bestehenden Spekulationen über seine Aktivitäten in jüngster Zeit.

Prigoschins jüngste Aktivitäten: Ein Blick nach Afrika

In den Wochen vor dem mutmaßlichen Absturz war ein Video aufgetaucht, das Jewgenij Prigoschin in Afrika zeigen soll – nur etwa zwei Monate nach seinem gescheiterten Versuch eines Aufstands in Russland.

In den Wochen vor dem mutmaßlichen Absturz war ein Video aufgetaucht, das Jewgenij Prigoschin in Afrika zeigen soll – nur etwa zwei Monate nach seinem gescheiterten Versuch eines Aufstands in Russland.

Obwohl Ort und Zeitpunkt der Aufnahme nicht genau genannt wurden und sie unabhängig nicht verifiziert werden konnte, deutete Prigoschin im Video an, dass seine Wagner-Truppe Aufklärungsarbeit leiste und Russlands Einfluss über die Kontinente hinaus ausdehne.

Verbindung zur Ukraine: Wagner-Söldner im Ukraine-Konflikt

Die Wagner-Söldnergruppe hatte über viele Monate hinweg an der Seite der regulären russischen Armee im anhaltenden Angriffskrieg gegen die Ukraine gekämpft. Prigoschin hatte Ende Juni für Aufsehen gesorgt, als er aus Frustration über die angeblich ineffektive russische Militärführung einen Marsch auf Moskau in Erwägung zog, diesen jedoch nach Verhandlungen wieder stoppte. Seine spätere Zusage, ins Nachbarland Belarus auszuwandern, wurde vom Kreml mit Straffreiheit belohnt.

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Ungewisse Zukunft: Die Frage nach Prigoschins Schicksal

Die Informationen über den möglichen Flugzeugabsturz und Prigoschins Verbleib sind derzeit in den sozialen Medien weit verbreitet, jedoch schwer zu verifizieren. Trotz der vielen Spekulationen bleibt die genaue Identität der Passagiere und die Bestätigung von Prigoschins Anwesenheit an Bord unklar.

Faktencheck:

Behauptung 1: Ein Privatjet ist nordwestlich von Moskau abgestürzt, wobei zehn Menschen ums Leben kamen.
Faktencheck 1: Laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Tass hat sich tatsächlich ein Flugzeugabsturz nahe Moskau ereignet, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen.

Behauptung 2: Jewgenij Prigoschin, der Chef der Wagner-Söldnergruppe, könnte an Bord des abgestürzten Flugzeugs gewesen sein.
Faktencheck 2: Die Flugbehörde Rosawiazija hat bestätigt, dass Jewgenij Prigoschin auf der Passagierliste des abgestürzten Flugzeugs stand. Eine endgültige Bestätigung seiner Anwesenheit steht jedoch noch aus.

Behauptung 3: Ein Video zeigt Prigoschin in Afrika, kurz nach seinem gescheiterten Aufstandsversuch.
Faktencheck 3: Ein Video ist aufgetaucht, das Jewgenij Prigoschin in Afrika zeigen soll, und er spricht darin von Aufklärungsarbeit seiner Wagner-Truppe. Ort, Zeitpunkt und Authentizität des Videos konnten jedoch bisher nicht unabhängig verifiziert werden.

Behauptung 4: Die Wagner-Söldnergruppe kämpfte an der Seite der regulären russischen Armee im Ukraine-Konflikt.
Faktencheck 4: Die Wagner-Söldnergruppe war über viele Monate hinweg im Ukraine-Konflikt aktiv und unterstützte die reguläre russische Armee in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Behauptung 5: Prigoschin plante einen Marsch auf Moskau, zog diese Idee jedoch später zurück.
Faktencheck 5: Jewgenij Prigoschin erwog tatsächlich einen Marsch auf Moskau, gab diese Idee jedoch später auf und stimmte einer Auswanderung nach Belarus zu, was ihm vom Kreml Straffreiheit einbrachte.

Fazit:

Der mutmaßliche Flugzeugabsturz nahe Moskau, bei dem Jewgenij Prigoschin möglicherweise an Bord gewesen sein könnte, wirft ein Licht auf die jüngsten Aktivitäten des Wagner-Chefs und auf die Rolle der Wagner-Söldnergruppe im Ukraine-Konflikt. Die Unklarheit über Prigoschins Verbleib und die Verbindung zu seinem Afrika-Aufenthalt fügen zusätzliche Schichten der Ungewissheit hinzu. Inmitten der Spekulationen und Unsicherheiten bleibt eine Frage bestehen: Was wird die Zukunft für Prigoschin und seine kontroverse Söldnergruppe bringen?

Quelle: TASS

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)