Nicht jede Werbeanzeige hält, was sie verspricht!
Aggressive Werbeanzeigen treten auf Facebook in Form von Fakenews Meldungen auf! Mimikama erklärt, was da passiert:
Irreführende Werbeanzeigen auf Facebook sind kein neues Phänomen. Werbeanzeigen erkennt man generell daran, dass sie das Label „Gesponsert“ tragen. Das bedeutet, Facebook erhöht gegen Bezahlung die Reichweite dieser Meldung. Dabei dürfte es anfangs keine Rolle spielen, ob sich dahinter Falschmeldungen verbergen.
Jüngst gesehen in dieser Werbeanzeige auf Facebook:

Diese Werbeanzeige ist der Köder in einem Werbemodell, welches in drei Stufen abläuft. Köder bedeutet in diesem Fall eine Statusmeldung auf Social Media, welche wie ein Clickbait funktioniert: Sie erweckt die Neugier bei Nutzerinnen und Nutzern. Diese Meldungen bauen das Verlangen auf, einem Link zu folgen.
3-Schritt-Modell
Der Link im Köder leitet auf eine Webseite. Diese Webseite ist der zweite Schritt der Werbemethode und entpuppt sich als eine Fakenews. Eine Seite stellt sich zur Schau, die sich als ZEIT ONLINE ausgibt. Mit dieser Methode wird eine Scheinauthentizität aufgebaut. Merke: Die ZEIT hat rein gar nichts damit zu tun:

Es handelt sich hierbei vielmehr um eine klassische kommerzielle Faknews. Da der Inhalt absolut frei erfunden ist, spricht man von fabricated content. Kommerzielle Fakenews beinhalten folgende Elemente
- Kommerzielle Fake-News enthalten einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und auch nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt auch in keinem Zusammenhang mit der Schlagzeile stehen.
- Sie stellen sich in Form einer News / Nachrichtenwebseite dar, die jedoch letztlich keine ist.
- Der Inhalt spricht ein Verlangen / eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) an.
- Dem Verfasser ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen
Es geht in dem Artikel auf der Webseite darum, ein Produkt so werbewirksam wie möglich in Szene zu setzen. In dem Text, aber auch daneben und darunter wird massiv ein Bitcoin-Trading Modell beworben. Dazu gehören am Ende auch eine hohe Anzahl vermeintlicher Nutzerkommentare, die darüber berichten, wie erfolgreich dieses Modell sei. Was hier aussieht wie ein hoher positiver Interaktionsgrad, ist nichts anderes als ein Bestandteil der Werbemasche.
Folgt man den Produktlinks, die in dem pseudoredaktionellen Text auf der Webseite eingebaut sind, landet man in einem Affiliate Verkaufsprogramm. Am Ende steht dort eben ein Trading-Modell. Das ist zugleich der letzte Schritt der Werbemethode:
Wer auch immer den pseudoredaktionellen Artikel verfasst hat, hat ein Interesse daran, dass die Leserschaft sich bei diesem Modell anmeldet.
Dazu ist es wichtig, dass die Fake-Geschichte im Vorfeld so glaubwürdig wie möglich klingt, gleichzeitig aber auch ein hohes Viralitätspotential besitzt.
Leider!
Leider gibt es eine Menge dieser irreführenden Werbeanzeigen auf Facebook, so dass man teilweise mehrmals täglich auf diese Werbeform trifft.

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2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

