Das WhatsApp-Datenleck!
Nahezu alle deutschen Medien haben am Wochenende über das angebliche WhatsApp-Datenleck berichtet! Die Daten von 6 Millionen deutschen WhatsApp-Nutzern samt ihrer Handynummern werden gerade in einschlägigen Foren für 2000 EUR zum Kauf angeboten.
Das Problem nur: Es gibt kein WhatsApp-Datenleck! Rechtsanwalt Christian Solmecke von WBS.LEGAL klärt auf.
Wir sind mit dem vermeintlichen Hacker über ein Forum in Kontakt getreten und er hat uns ein Sample von hunderten Datensätzen aus dem angeblichen WhatsApp-Datenleck zur Verfügung gestellt. Das Erstaunliche: Die Namen und sogar ihre Reihenfolge sind komplett identisch mit denen aus dem bereits bekannten Facebook-Datenleck von April 2021 – nur fehlen ab und an Namen.
Offenbar haben Scherzbolde oder windige Betrüger sich das Facebook-Datenleck aus dem Darknet heruntergeladen, gekürzt und schön verpackt als neues „WhatsApp-Datenleck“ angeboten.
„Es liegt der Schluss nahe, dass ein WhatsApp-Datenleck schlicht nicht existiert und es sich bei der massiven Berichterstattung vom Wochenende um eine gigantische Zeitungsente handelt“, so Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kölner Medienrechtskanzlei WBS.LEGAL.
Was allerdings real existiert, ist das Facebook-Datenleck
Das hat nicht zuletzt das gestern gegen den Meta-Konzern verhängte Bußgeld in Höhe von 265 Millionen EUR seitens der irischen Datenschutzbehörden gezeigt. Meta sei nicht sorgsam mit den Daten seiner Kunden umgegangen und hätte das Leak verhindern können.
- „Genau diesen Vorwurf machen wir dem Meta-Konzern in den bereits über 3000 Klagen, die wir für unsere 10.000 Mandanten gegen Meta eingereicht haben. Drei Gerichte haben unseren Mandanten bereits ein Schadenersatz von 1000 EUR zugesprochen. Wir sind zuversichtlich, dass weitere Landgerichte folgen werden“, so Anwalt Solmecke.
Hier finden Sie vertiefte Informationen zum Thema und aktuelles Video sowie Auszüge aus dem erwähnten Datensatz: https://wbs.law/meta-datenleck
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