Das behaupten zumindest konservative bis rechte Kommentator*Innen in den USA. Doch ein Vorschlag von Pelosi und anderen Demokrat*Innen wird hier falsch dargestellt.

Einige US-Demokrat*Innen und die Sprecherin des Repräsentant*Innenhauses und ebenfalls Demokratin Nancy Pelosi sorgen zurzeit mit einem Vorschlag Furore, der die Beseitigung genderspezifische Sprache aus dem Regelwerk des Repräsentantenhauses betrifft.

Ein Vorschlag, der nun auch auf viel Verwirrung bis hin zu Ablehnung trifft. Konservative bis rechte Kommentator*Innen befürchten nun, dass Wörter wie „Mutter“ im Repräsentantenhaus nicht mehr erlaubt sein werden. Doch was ist dran an dieser Befürchtung?

Tatsächlich bezieht sich der Vorschlag von Pelosi nur auf ein Dokument

Laut der Faktencheck-Seite Snopes, bezieht sich der Vorschlag von Pelosi und anderen Demokrat*Innen geschlechterspezifische Sprache zu beseitigen, lediglich auf ein einziges Dokument. Es ist also falsch zu behaupten, dass die Demokrat*Innen Mitglieder*Innen des Repräsentantenhauses zukünftige geschlechterspezifische Sprache in Gesetzen oder Reden verbieten wollen.

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Dennoch stürzten sich bekannte konservative Kommentator*Innen auf den Vorschlag. Der bekannte Fox Radio-Host Todd Starnes veröffentlichte bereits am 1. Januar einen Artikel, in dem er die Eliminierung der Wörter Mutter, Vater, Sohn und Tochter befürchtet.

Auch der rechts-konservative und umstrittene Kommentator Dinesh D`Souza, der bekannt dafür ist Liberale verbal zu attackieren, veröffentlichte auf Twitter ein Video, in dem er behauptet: „Das gesamte geschlechtsspezifische Vokabular wird im Wesentlichen abgeschafft.“ Darunter auch angeblich Wörter wie Großvater und Großmutter.

Doch eigentlich betreffen die vorgeschlagenen Änderungen nur einen Text, das Regelwerk des Repräsentantenhauses, das regelt wie im Repräsentantenhaus gearbeitet wird.

Tatsächlich gibt es für diese Regeln ein Komitee, das mögliche Änderungen für eine Periode eines gewählten Repräsentantenhauses bespricht. Bisher agierte das 116., nun folgt das 117., das laut einer Presseerklärung von Pelosi und dem Vorsitzenden des Komitees McGovern das bisher inklusivste werden soll.

Die Schlussfolgerungen mancher Kommentator*Innen sind also falsch

Denn es geht nur um dem Text des Regelwerks an sich. Von sprachlichen Äußerungen oder anderen Texten ist nicht die Rede, wie Snopes auch deutlich macht. Das Pelosi und andere Demokrat*Innen Änderungen in dem Text selbst wollen, ist damit nicht mit sprachliche Änderungen im täglichen Umgang bzw. Arbeiten im Repräsentantenhaus gleichzusetzen. Von einer Verbannung oder einem Verbot von genderspezifischer Sprache im Repräsentantenhaus selbst zu sprechen ist somit falsch.

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